Redaktion - Dienstag, 1. April 2025, 13:00 Uhr.
Fans des Fußballvereins 1. FC Kaiserslautern haben am Sonntag mit einer satanisch anmutenden Choreografie im Fritz-Walter-Stadion für Kontroversen gesorgt. Anlässlich des Heimspiels gegen Fortuna Düsseldorf inszenierten sie ein düsteres Bild mit satanischen Symbolen und Beschwörungsformeln.
Nach einem Countdown verwandelten schwarze Folien die Westkurve in eine schwarze Fläche, aus der ein feuerrotes, umgedrehtes Pentagramm – ein Symbol des Satanismus – herausragte. Über dem fünfzackigen Stern erschien ein lateinisches Spruchband: „Exaudi Nos, Lucifer, Et Surge Ex Abysso, Sume Animas Nostras“ („Erhöre uns, Luzifer, steig aus dem Abgrund und nimm unsere Seelen an“).
Parallel stieg dazu eine riesige Teufelsfigur aus der Menge empor, begleitet von Rauch und Feuerfontänen. Ein zweites Transparent rief: „Ad Lucem Nos Trahe, Orbem Mundi Regna“ („Führe uns zum Licht, herrsche über die Welt“).
Trainer Markus Anfang lobte die satanisch anmutende Choreografie als einen „Gänsehaut-Moment“ und betonte: „Es hat einfach Spaß gemacht, heute hier in diesem Stadion zu sein.“
Ein Kommentar der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“ verwies in Bezug auf die Choreografie auf den Epheserbrief (6,11–12), der vor „den Ränken des Teufels“ warnt.
„Es wäre abwegig zu denken, dass sich dort zigtausende echte Satanisten zusammengefunden hätten. Man darf vielmehr vermuten, dass die beteiligten Fans gar nicht an die Existenz des Teufels glauben und daher auch nicht verstehen dürften, was an ihrer Aktion anstößig oder gar gefährlich sein könnte“, so der Kommentar des promovierten und habilitierten Philosophen Sebastian Ostritisch weiter. Der Teufel sei lediglich eine „Metapher für gefährlichen und wilden Fußball“.
Als Christ könne man dieser These jedoch nicht zustimmen: „Denn der Christ weiß nicht nur um die wirkliche Existenz des Teufels und der Hölle, sondern auch um die Tatsache, dass die entscheidenden Schlachten, die die Menschen in ihrem Leben schlagen müssen, geistlicher Natur sind.“