Redaktion - Donnerstag, 8. Januar 2026, 13:00 Uhr.
Am Dienstagabend hat der Berliner Erzbischof Koch den „Terror“ kritisiert, der das Stromnetz in Teilen der Bundeshauptstadt bei eisigen Temperaturen mehr als vier Tage lang lahmlegte. Es handelte sich dabei offenbar nicht um eine eigene offizielle Stellungnahme zum Thema, sondern um eine Bemerkung in einer Predigt, wie Vatican News am Mittwoch berichtete.
Demnach sagte Koch: „Wir wollen heute die nicht vergessen, die im Südwesten Berlins seit Tagen keinen Strom haben.“ Dann fügte er hinzu: „Aus mutmaßlich pseudo-politischen Motiven Menschen in eine lebensgefährliche Situation zu bringen, zumal bei der aktuellen Witterung, ist auch eine Form von Terror, die nicht zu tolerieren ist.“
Seit Mittwoch sind die betroffenen Haushalte und Gewerbe wieder an das Stromnetz angeschlossen. Am frühen Samstagmorgen war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke ausgeübt worden, wodurch 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Gewerbe keinen Strom mehr hatten. Da gewöhnlich auch Gas- oder Ölheizungen vom Stromnetz abhängig sind, weil sie so effizienter gesteuert werden können, blieb nicht nur das Licht aus – die Menschen mussten auch tagelang in kalten Wohnungen und Häusern ausharren.
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Nachdem ein Bekennerschreiben der linksextremistischen Vulkangruppe vorlag, bestätigte das Bundesinnenministerium am Dienstag, es habe sich um eine linksterroristische Tat gehandelt.
Der Terrorangriff auf die kritische Infrastruktur der Bundeshauptstadt führte zum längsten dortigen Stromausfall seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Unterdessen wurde bekannt, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), am Samstagmittag trotz des Krisenzustands eine Stunde Tennis spielte, „weil ich einfach den Kopf freikriegen wollte“. Am Sonntag hatte Wegner noch behauptet: „Ich habe mich weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht, zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren.“




