Vatikanstadt - Sonntag, 11. Januar 2026, 11:00 Uhr.
Papst Leo XIV. hat am Sonntagvormittag anlässlich des Festes der Taufe des Herrn mehrere kleine Kinder in der Sixtinischen Kapelle getauft, wie es die Päpste seit einiger Zeit tun. Häufig ist die Predigt zu diesem Ereignis relativ kurz – so auch in diesem Jahr, als Leo den Eltern sagte: „Die Kinder, die ihr jetzt in den Armen haltet, sind zu neuen Geschöpfen geworden.“
„So wie sie von euch Eltern das Leben empfangen haben, so empfangen sie nun auch den Sinn, es zu leben: den Glauben“, erläuterte der Pontifex, der die Messe nicht am Hochaltar feierte, sondern an einem eigens herbeigeschafften sogenannten Volksaltar.
In einem Vergleich verdeutlichte Papst Leo die Wichtigkeit der Taufe – besonders auch von Neugeborenen: „Wenn wir wissen, dass etwas gut und wichtig ist, suchen wir es sofort für diejenigen, die wir lieben. Wer von uns würde Neugeborene ohne Kleidung oder Nahrung zurücklassen, in der Hoffnung, dass sie als Erwachsene selbst entscheiden, wie sie sich kleiden und was sie essen wollen? Meine Lieben, wenn Nahrung und Kleidung zum Leben notwendig sind, dann ist der Glaube mehr als notwendig, denn mit Gott findet das Leben Erlösung.“
Ganz kurz ging Leo auf die Bedeutung der Zeremonien und der Symbolik im Rahmen der Taufe ein. So sei das Taufwasser „die Waschung im Heiligen Geist, die von allen Sünden reinigt; das weiße Gewand ist das neue Kleid, das Gott Vater uns für das ewige Fest seines Reiches schenkt; die am Osterkerzenleuchter entzündete Kerze ist das Licht des auferstandenen Christus, das unseren Weg erleuchtet“.
Gott offenbare seine „fürsorgliche Liebe“ auf Erden „durch euch, Mütter und Väter, die ihr um den Glauben für eure Kinder bittet“, betonte der Pontifex. „Sicherlich wird der Tag kommen, an dem sie zu schwer werden, um sie auf den Armen zu halten; und es wird auch der Tag kommen, an dem sie euch stützen werden.“
„Die Taufe, die uns in der einen Familie der Kirche vereint, heilige zu jeder Zeit alle eure Familien und schenke der Liebe, die euch verbindet, Kraft und Beständigkeit“, wünschte Papst Leo.



