Redaktion - Montag, 2. Februar 2026, 7:00 Uhr.
Papst Leo XIV. verfolgt „mit großer Sorge“ die „Zunahme der Spannungen zwischen den beiden Nachbarländern Kuba und den Vereinigten Staaten von Amerika“.
„Ich mache mir die Botschaft der kubanischen Bischöfe zu eigen und fordere alle Verantwortlichen auf, einen aufrichtigen und wirksamen Dialog zu fördern, um Gewalt und jede Handlung zu vermeiden, die das Leiden des lieben kubanischen Volkes noch verstärken könnte“, fügte er am Sonntagmittag nach dem Angelusgebet hinzu. „Möge die ‚Virgen de la Caridad del Cobre‘ alle Kinder dieses geliebten Landes begleiten und beschützen!“
Nach dem US-amerikanischen Militäreinsatz gegen Venezuela, bei dem der langjährige Präsident Nicolás Maduro und seine Frau festgenommen wurden, damit ihnen in den USA der Prozess gemacht werden kann, hat die Regierung von Präsident Donald Trump auch den Druck auf Kuba erhört. Der Inselstaat wird seit mehreren Jahrzehnten kommunistisch regiert.
Die Oberösterreichischen Nachrichten berichteten am Sonntag: „Die Karibikinsel ächzt unter der miserablen Versorgungslage in dem kommunistisch regierten Land, die sich seit den von US-Präsident Donald Trump vorangetriebenen Sanktionen noch einmal verschlechtert hat. Die Hauptstädter kämpfen mit immer längeren Stromausfällen und explodierenden Preisen für Lebensmittel und Benzin.“
„Die Lage verschärft sich dramatisch, da die USA Treibstofflieferungen aus Venezuela und danach aus Mexiko unterbunden haben“, hieß es weiter. „Trump droht zudem Ländern mit Sanktionen, die Kuba mit Öl versorgen. Die wirtschaftlichen Folgen sind verheerend. Der kubanische Peso hat innerhalb von drei Wochen mehr als zehn Prozent an Wert verloren, was die Lebensmittelpreise in die Höhe treibt.“
Die Wochenzeitung „Die Zeit“ schrieb unterdessen am Sonntag, Trump erwarte, „dass sich Kuba in den angespannten Beziehungen und vor dem Hintergrund seiner schlechten wirtschaftlichen Lage um Deeskalation mit den Vereinigten Staaten bemühen wird. Es müsse nicht zu einer humanitären Krise kommen, sagte Trump.“
„Wahrscheinlich werde Kuba auf die USA zukommen und sich um eine Einigung bemühen“, so die Wochenzeitung. „‚Ich glaube, wir werden mit Kuba einen Deal aushandeln.‘ Die Situation für Kuba sei wirklich schlecht, sagte Trump. ‚Sie haben kein Geld. Sie haben kein Öl.‘ Weiter sagte der US-Präsident, man beginne, mit Kuba zu reden. Details nannte er nicht.“




