Abtreibung: Argentiniens Bischöfe feiern Messe zum Schutz des ungeborenen Lebens

Argentinische Pilger bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 16. März 2016
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch

Während Argentiniens Präsident einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung der Abtreibung vorbereitet, haben Tausende an einer heiligen Messe zum Schutz  ungeborener Kinder am 8. März in der Basilika Unserer Lieben Frau von Lujan teilgenommen.

Einer Schätzung der Stiftung "Mas Vida" zufolge waren über 100.000 Personen zugegen, berichtet ACI Prensa, .

Die argentinische Bischofskonferenz organisierte die Messe unter dem Thema "Ja zu den Frauen, ja zum Leben". Der Hauptzelebrant war Bischof Oscar Vicente Ojea Quintana von San Isidro, der Präsident der Konferenz ist.

Ziel der Veranstaltung war es, sich gegen den Gesetzesentwurf zur Legalisierung der Abtreibung zu wenden, den Präsident Alberto Fernandez dem Kongress vorlegen will.

Das argentinische Gesetz erlaubt Abtreibung in Fällen, in denen das Leben oder die Gesundheit der Mutter in Gefahr ist, oder in Fällen von Vergewaltigung.

In seiner Predigt sagte Bischof Ojea, dass "wir in dieser Eucharistiefeier zusammengekommen sind, um das Leben so vieler Frauen zu feiern und unsere Dankbarkeit für das Leben so vieler Frauen auszudrücken, die an diesem internationalen Frauentag weltweit vereint sind".

Auf besondere Weise gelte es, das Engagement der Frauen für das Leben zu feiern, betonte der Bischof.

Ojea fuhr fort, dass "es Millionen von argentinischen Männern und Frauen, Gläubigen und Nicht-Gläubigen" gibt, die "der tiefen Überzeugung sind, dass das Leben mit der Empfängnis beginnt, und dass sich ein anderer Mensch als die Mutter im Mutterleib entwickelt".

"In Wirklichkeit schätzen und verteidigen wir die Rechte jedes einzelnen Lebens, jeder Frau und jedes ungeborenen Kindes", sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz.

Die Kirche bedauere und verurteile alle "Grausamkeit, Morde an Frauen und jede Art von Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen von ganzem Herzen. Dazu gehöre auch "Missbrauch aller Art, sei es sexueller, psychologischer oder Machtmissbrauch, ganz egal, er stattfindet; In der Familie, der Arbeit, der Schule, auf der Straße, und – das müssen wir mit schmerzlichem Bedauern sagen – auch in der Kirche".

Bischof Ojea drückte seine Unterstützung für eine öffentliche Politik zur Unterstützung schwangerer Frauen aus, insbesondere in Situationen, in denen ein Konflikt oder eine extreme Verletzlichkeit besteht, und stellte fest, "dass wir dies in vielen unserer Gemeinden bereits tun". Es gehe darum, Frauen so zu helfen, dass eine Abtreibung nicht nötig ist.

Ein früherer Gesetzentwurf zur Legalisierung der Abtreibung in den ersten 14 Schwangerschaftswochen wurde 2018 vom Abgeordnetenhaus knapp verabschiedet, aber vom argentinischen Senat abgelehnt.

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