Amazon entfernt christliche Organisation aus Spendenprogramm

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Amazon hat die Alliance Defending Freedom (ADF) aus seinem gemeinnützigen Programm AmazonSmile gestrichen - weil die christliche Organisation eine "Hassgruppe" sei.

ADF ist ein Team von Menschenrechtsanwälten und juristischen Experten, das sich für Leben, Ehe und Religionsfreiheit einsetzt. Als "Hate Group" wird sie von der Nichtregierungsorganisation "Southern Poverty Law Center" (SPLC) eingestuft.

AmazonSmile ist ein Programm, mit dem Nutzer eine gemeinnützige Stiftung wählen können, damit diese einen kleinen Prozentsatz ihres Einkaufswertes von Amazon als Spende erhält. ADF war seit ihrer Gründung im Jahr 2013 Teil des Programms.

Vor Kurzem aber berichtete das Programm, dass ADF die Vorteile bei Amazon nicht mehr nutzen könne, da sie als "Anti-LGBT"-Extremistengruppe eingestuft wurde.

Alliance Defending Freedom, die Hunderte von gerichtlichen Siegen errungen hat, darunter sieben Fälle am Obersten Gerichtshof, konzentriert sich auf "die Verteidigung der Religionsfreiheit, der Heiligkeit des Lebens, der Ehe und der Familie."

Der Präsident und geschäftsführende Leiter von ADF, Michael Farris, sandte am 3. Mai einen Brief an Amazon, in welchem er die Arbeitsweise seiner Organisation erläuterte.

Er sagte, er sei "überrascht und enttäuscht", dass seine Organisation aus AmazonSmile entfernt wurde und finde es "beunruhigend", dass das SPLC hinter dieser Entscheidung stecke.

Das SPLC hat Alliance Defending Freedom - zusammen mit dem Ku-Klux-Klan, rassistischen Skinhead-Organisationen und schwarzen Nationalistengruppen - auf seiner Website als Hassgruppe aufgenommen.

"Die ADF hat kürzlich wegen ihrer religiösen Überzeugungen und ihres Einsatzes den Zorn des SPLC provoziert", so Farris in dem Brief.

"Obwohl das SPLC vor vielen Jahren gute Arbeit geleistet hat, ist es zu einer Propagandamaschine der extremen Linken geworden und verleumdet Organisationen, mit denen sie nicht einverstanden ist; ebenso zerstört es die Möglichkeit eines bürgerlichen Diskurses in diesem Prozess", fügte er hinzu.

Er wies auch darauf hin, dass diese Gruppe wegen ihrer Taktiken "berüchtigt" ist und sagte, er hoffe auf ein Treffen mit Amazon, um zu erklären, warum die ADF keine Hassgruppe ist und von AmazonSmile profitieren sollte.

In diesem Sinne bot Farris an, Amazon bei der Erstellung von Richtlinie für AmazonSmile zu helfen, die "legitime, angesehene und im Glauben gründende Organisationen wie ADF nicht verbieten."

In einer zusätzlichen Erklärung, die auf der Website von ADF veröffentlicht wurde, beschuldigte Farris Amazon, sich hinter dem SPLC "zu verstecken", einem Unternehmen, das "seine Kassen zunehmend mit Geld fülle, indem es Veteranen, Katholiken, Muslime, die sich dem Terrorismus entgegenstellen und sogar Ordensschwestern angreift."

"Das SPLC ist keine neutrale Aufsichtsorganisation", sagte er.

Das SPLC wurde 1971 gegründet und überwachte ursprünglich Einzelpersonen und Gruppen, die gegen die Bürgerrechtsbewegung kämpften.

Es begann in den 80er Jahren, rassistische Gruppen wie die Neonazis und Untergruppen des Ku Klux Klans zu verfolgen. Es erklärt, auch andere "extremistische" Gruppierungen wie "einwandererfeindliche" und "antimuslimische" Gruppen zu kontrollieren.

In jüngster Zeit jedoch nahm das SPLC auch große christliche Gruppen wie den Family Research Council und Alliance Defending Freedom auf, die sie wegen ihrer "Anti-LGBT"- Haltung als "Hassgruppen" einstufte.

Das Ruth-Institut, eine NRO, die sich mit der Erforschung und Erklärung der Auswirkungen der sexuellen Revolution befasst, wurde ebenfalls vom SPLC in diese Liste aufgenommen und darüber informiert, dass es nicht für das AmazonSmile-Programm infrage kommen würde.

Kürzlich wurde die finanzielle Verwaltung des SPLC in Frage gestellt, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen Millionen von Dollar an ausländische Konten und Investmentfirmen überwiesen hatte.

Übersetzt aus dem Spanischen von Susanne Finner.

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