Basler Weihbischof Theurillat mit 70 zurückgetreten

Weihbischof Denis Theurillat wurde am 21. September 1950 in Epauvillers im Kanton Jura geboren und 1976 zum Priester geweiht. Seit 2000 ist er Weihbischof von Basel.
Foto: Bistum Basel

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Weihbischof Denis Theurillat angenommen. Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz dankten in einer Erklärung am Montag  für seinen 20-jährigen Einsatz in diesem Gremium und würdigten ihn als "Mann des Dialogs", der etwa "in der Arbeitsgruppe 'Gender'" das Präsidium geführt habe.

Seinen Rücktritt habe man "mit Überraschung" zur Kenntnis genommen, so die Bischöfe in ihrer Stellungnahme.

Der Basler Weihbischof war als Jugendbischof unter anderem zu mehreren Weltjugendtagen gereist. 

Zuletzt war Theurillat in die Schlagzeilen geraten, weil er zu seinem 70. Geburtstag im vergangenen September in einem Interview erklärte, er wünsche sich ein Konzil über die Frage, ob Frauen zu katholischen Priestern geweiht werden können.

Die Entscheidung, ob in der Kirche Frauen zu Priestern geweiht werden können, solle Papst Franziskus nicht alleine regeln, so der Kleriker weiter: "Sonst erleben wir ein Schisma", sagte der nun abgetretene Bischof wörtlich. An diesem von ihm geforderten Konzil würde er gerne als Bischof teilnehmen, sagte Theurillat damals noch.

Stichwort: Frauenordination


Der heilige Papst Johannes Paul II. hat – wie zahlreiche andere – festgestellt, dass Frauen nicht zu Priestern geweiht werden können. Auch Papst Franziskus hat das endgültige "Nein" immer wieder bestätigt, unter anderem auch in seinem nachsynodalen Schreiben "Querida Amazonia". Dort betonte der Pontifex die besondere Rolle der Frau, die eben außerhalb des Priestertums liege (CNA Deutsch hat berichtet).

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