Römische Bibliothek Papst Benedikt XVI. offiziell eröffnet

Der Campo Santo Teutonico, von einem Seitenfenster Petersdom aus gesehen.
Foto: Johannes Müller via Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
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In einer bis auf den letzten Platz besetzten Aula Magna ist mit der Ansprache des Kardinals Gianfranco Ravasi die "Römische Bibliothek Joseph Ratzinger – Benedikt XVI" offiziell eröffnet worden. Die Benedikt-Bibliothek wird als Sonderbestand in der Gemeinschaftsbibliothek des deutschen Priesterkollegs am Campo Santo Teutonico und des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft eingerichtet.

Neben dem Hausherrn, dem Rektor des Päpstlichen Teutonischen Kollegs, Hans-Peter Fischer sowie dem Direktor des römischen Instituts der Görres Gesellschaft, Monsignore Professor Stefan Heid waren im Istituto Patristico Augustiniamum Kardinal Francis Arinze, Kardinal Velasio De Paolis und Kardinal Prosper Grech anwesende, ebenso wie die Erzbischöfe Georg Gänswein, Gianfranco Girotti und Guido Pozzo anwesend, zusammen mit Monsignore Giuseppe Scotti, Präsident der Vatikanstiftung Joseph Ratzinger – Benedikt  XVI.

Die Bibliothek ist zur Gänze dem Leben und Denken des emeritierten Papstes als Theologen und Pontifex gewidmet. Sie stellt nun für die Nutzer der historischen Bibliothek des Päpstlichen Teutonischen Kollegs im Vatikan eine ungemeine Bereicherung dar. Diese wurde erst durch beachtliche Hilfe von Seiten des römischen Instituts der Görres-Gesellschaft und der Vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI möglich, indem sie nun Forschern Schriftwerke von und über Joseph Ratzinger in 37 verschiedenen Sprachen zugänglich macht, unter anderem in Deutsch, Italienisch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch.

Wie der Direktor des Instituts der Görres-Gesellschaft betonte: "Die neue Bibliothek ist weder eine Konkurrenz zu dem von Bischof Rudolf Voderholzer geleiteten Regensburger Benedikt-Institut, das die Werke Ratzingers vor dessen Zeit als Papst herausgibt, noch ein Ableger, sondern schlicht eine auf Rom bezogene Dienstleistung für die zahllosen dortigen Theologen und Forscher, die aus allen Ländern kommen. Sie hat insofern ein anderes Publikum und auch eine andere Zielsetzung im Blick", so Monsignore Heid.

Das Interesse scheint allemal groß zu sein: Erst vor ein paar Tagen wurde der Online-Katalog der Bibliothek auf dem Portal Urbis Library Network erstmals unter der Adresse www.urbis-libnet.org/vufind/ der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Inzwischen wurden bereits zahlreiche Abfragen getätigt.