Biden? Trump? 5 Dinge, die jeder nach dieser Wahlnacht wissen sollte

Wahllokal in den USA
Foto: CNA

Es war eine lange Nacht für die Redakteure der Catholic News Agency in Denver und Washington. Und es war eine lange Nacht für viele Wähler in den USA und Beobachter in aller Welt. Hier sind fünf Punkte zum aktuellen Sachstand:

1. Es gibt noch keinen Sieger der Präsidentschaftswahlen, und es könnte noch eine Weile dauern.

Kurz nach Mitternacht in der Wahlnacht hatten sowohl Präsident Donald Trump als auch der demokratische Kandidat Joe Biden wichtige Staaten für sich gewonnen. Trump konnte die "Swing"-Staaten Florida und Ohio für sich gewinnen. Biden wird offenbar Arizona gewinnen, wo Trump noch im Jahr 2016 gesiegt hatte.

Trump führt in Georgia und in den Swing-Staaten Wisconsin und Michigan, aber die Auszählung dort könnte bis Dienstag dauern.

Auch Pennsylvania ist noch unklar. Behördenangaben zufolge  könnte es noch Tage dauern, bis ein Gewinner bekannt gegeben werde, da die per Post eingehenden Stimmen noch ausgezählt werden müssten.

Es wird erwartet, dass das Rennen in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania letztlich entschieden wird. 

2. Die Demokraten behalten vorraussichtlich die Kontrolle über das Repräsentantenhaus

Nach aktuellen Prognosen werden die Demokraten die Kontrolle über das Repräsentantenhaus behalten.

Die Partei der Demokraten hat angekündigt, eine staatliche Finanzierung von Abtreibungen einzufordern, wenn sie nach der Wahl 2020 die Kontrolle über das Repräsentantenhaus behalten.

3. Louisiana hat eine Verfassungsänderung zum Schutz ungeborener Kinder verabschiedet

Über 60 Prozent der Wähler in Louisiana stimmten einer Verfassungsänderung zu, die verhindern soll, dass die Gerichte des Bundesstaates ein "Recht" auf eine Abtreibung oder auf Finanzierung von Abtreibungen durchsetzen.

4, Die Wähler in Colorado haben einem Abtreibungsverbot nach 22 Wochen nicht zugestimmt.

Die Wähler in Colorado zogen ein Verbot von Abtreibungen nach der 22. Woche der Schwangerschaft in Betracht. Der Bundesstaat ist einer von nur sieben, die eine Abtreibung bis zur Geburt erlauben. Jedes Jahr werden in dem Bundesstaat etwa 200 bis 300 Babys nach der 21. Woche der Schwangerschaft abgetrieben. Fast 60% der Wähler lehnten den Vorschlag ab.

5. Die US-Bischöfe riefen zum Gebet auf

In dem Gebet zur Wahlnacht heißt es unter anderem:

"Wir bitten um Augen, die frei von Blindheit sind, damit wir uns gegenseitig als Brüder und Schwestern sehen können,
vereint und gleich an Würde,
insbesondere diejenigen, die Opfer von Missbrauch und Gewalt, Betrug und Armut sind.
Wir bitten um Ohren, die die Schreie der ungeborenen und verlassenen Kinder hören können,
Männer und Frauen, die aufgrund ihrer Rasse oder ihres Glaubens, ihrer Religion oder ihres Geschlechts unterdrückt werden.
Wir bitten um einen Verstand und ein Herz, die offen sind für die Stimme derer, die uns Deinem Königreich näher bringen werden."

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