Boko Haram sendet Lebenszeichen eines entführten christlichen Mädchens

Um des Glaubens willen verfolgt
Foto: Pixabay
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Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat einen Beweis dafür geschickt, dass das 15-jährige christliche Mädchen Leah Sharibu noch am Leben ist. Sie wurde im Februar diesen Jahres entführt, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen wollte.

Am 13. Februar hatte die Regierung Nigerias die Entführung von 110 Mädchen aus der staatlichen Schule für Wissenschaft und Technologie in Dapchi (Bundesstaat Yobe) bestätigt.

Einen Monat später, am 19. März, wurden alle Kinder freigelassen – mit einer Ausnahme: Leah Sharibu. Die junge Christin, weigerte sich, zu Islam zu konvertieren und ist immer noch in den Händen der islamischen Terroristen.

Ihre Entführer haben am vergangenen Montag der nigerianischen Tageszeitung The Cable eine 35-sekündige Tonbandaufnahme als Beweis dafür geschickt, dass das Mädchen noch am Leben ist. Ebenso ein Foto, auf dem Leah mit einem Hijab und einem Schleier, der Kopf und Oberkörper bedeckt - so wie sie die muslimischen Frauen tragen -  bekleidet ist.  

Das Mädchen spricht in ihrem Heimatdialekt Hausa. Laut Angaben einer Abschrift, die von Open Doors veröfentlicht wurde, sagt sie: "Ich bin Leah Sharibu, das Mädchen, das aus der staaltichen Schule für Wissenschaft und Technologie in Dapchi entführt wurde. Ich appelliere an die Regierung und an die Menschen guten Willens, mir bei diesem Problem zu helfen."

"Ich bitte Sie auch, meiner Mutter, meinem Vater, meinem jüngeren Bruder und meinen Verwandten zu helfen. Ich bitte Sie innigst, mir zu helfen, aus dieser Situation herauszukommen. Ich bitte Sie, Mitleid mit mir zu haben. Ich wende mich an die Regierung, vor allem an den Präsidenten, dass sie sich meiner erbarmen und mich aus dieser schwierigen Situation befreien. Danke."

Die nigerianische Regierung arbeitet daran, die Authentizität dieser Aufnahme zu bestätigen. Nathan Sharibu, der Vater des entführten Mädchens, hat sie jedoch bereits erkannt.

"Das ist wirklich ihre Stimme. Ich wusste nicht einmal, ob sie noch am Leben ist." versicherte der Leahs Vater gegenüber dem Nachrichtendienst der BBC.

Leas Mutter erzählte Open Door, einer auf Hilfe für verfolgte Christen spezialisierten Organisation, vom Zeugnis eines der Mädchen über den Moment, als die Kinder auf einen Lastwagen verladen wurden, um später wieder befreit zu werden.

"Sie forderten Leah auf, einige islamische Gebete zu sprechen - dann dürfe sie wieder vom Lastwagen runter. Sie aber weigerte sich und sagte: Das werde ich nie tun, denn ich bin keine Muslimin." Die Entführer wurden sehr wütend und sagten: "Wenn du Christus nicht verleugnest, dann wirst du bei uns bleiben." Aber Leah weigerte sich. Wir sahen, wie sie allein mit anderen Mitgliedern (von Boko Haram) auf dem Lastwagen blieb. Wir weinten, bis der Lastwagen verschwunden war."

Laut dem Hilfswerk "Open Doors" haben die Terroristen von Boko Haram seit dem Jahr 2009 mehr als 2.000 Kinder entführt. Eine der bekanntesten Entführungen ist jene der 276 Mädchen aus der Dorfschule in Chibok. Zur Zeit befinden sich mehr als 100 dieser Mädchen immer noch in der Gewalt der Terroristen.

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