Coronavirus: Papst Franziskus und Benedikt XVI. werden beide gegen Covid-19 geimpft

Herzliche Begrüßung: Der 83 Jahre alte Papst Franziskus (rechts) und sein Vorgänger, der 93 Jahre alte Papst emeritus Benedikt XVI. am 28. November 2020.
Foto: Vatican Media

Nicht nur Papst Franziskus, auch sein Vorgänger, Benedikt XVI., wird gegen Covid-19 geimpft – "sobald der Impfstoff zur Verfügung steht". Das hat Erzbischof Georg Gänswein am heutigen 12. Januar gegenüber CNA Deutsch bestätigt.

"Ebenso lasse ich mich impfen und der ganze Haushalt im Monastero Mater Ecclesiae", so der Privatsekretär des emeritierten Papstes. 

Wie CNA Deutsch berichtete, wird der vatikanische Gesundheitsdienst in der zweiten Januarhälfte mit der Impfung von Bewohnern und Angestellten gegen Covid-19 beginnen. Das hatte der Heilige Stuhl am 2. Januar mitgeteilt. Der Gesundheitsdienst ist bereit für den Einsatz, heißt es aus Rom.

Zuerst sollen Mitarbeiter des Gesundheitswesens sowie der Sicherheitskräfte – damit dürften Schweizergarde ebenso wie Polizei gemeint sein – geimpft werden, sowie ältere Menschen und Personen die "viel Kontakt mit der Öffentlichkeit" haben.

Dazu gehört natürlich auch und gerade der Pontifex Maximus: In einem neuen TV-Interview sagte Papst Franziskus am Sonntag, auch er lasse sich "in der nächsten Woche" gegen das Coronavirus impfen.

Er glaube, dass aus ethischer Sicht jeder den Impfstoff nehmen sollte: Wer es nicht tue, setze nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel.

Bei seinem traditionellen Weihnachtssegen "Urbi et Orbi" hatte Papst Franziskus dazu aufgerufen, Impfstoffe gegen Covid-19 für die bedürftigsten Menschen der Welt zur Verfügung zu stellen.

Der Papst richtete einen besonderen Appell an die Staats- und Regierungschefs, den Armen in aller Welt auch Zugang zu Impfstoffen gegen das Virus zu gewähren.

Impfstoffe gegen Covid-19, "die als medizinisch sicher und wirksam anerkannt sind", werden von der Kirche angesichts der Gefahr der Pandemie grundsätzlich genehmigt und sind moralisch vertretbar. Die Frage der Verwendung von Impfstoffen, bei denen Zelllinien aus Abtreibungen gewonnen wurden, hat der Vatikan Ende Dezember durch eine differenzierte Analyse der Verantwortlichkeiten entschieden.

Das könnte Sie auch interessieren: