In der Coronavirus-Pandemie sind viele Kirchen zu – Aber Jesus geht durch die Straßen

Jesus im Allerheiligsten Sakrament
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Angesichts der Quarantäne, die viele aufgrund der Coronavirus-Pandemie zum Daheimbleiben zwingt, haben die Priester ihr Volk nicht allein gelassen: Vielerorts tragen Geistliche buchstäblich Jesus in ihren Händen durch die Straßen ihrer Pfarreien.

An der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit COVID-19 sind bislang weltweit eine unbekannte Zahl von Menschen erkrankt. Offiziell wurden bereits über 400.000 Menschen mit dem Virus infiziert, über 18.000 sind gestorben. Circa 100.000 gelten als geheilt.

Die hohe Ansteckungsgefahr hat auf allen Kontinenten Länder dazu bewogen, eine Quarantäne auszurufen, die viele Gläubige daran hindert, die Heilige Messe zu besuchen oder zur Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes zu gehen.

Darum bringen viele Priester nun den sakramentalen Jesus zu den Gläubigen, die sich in Quarantäne befinden. Anbei eine von ACI Prensa, der spanischsprachigen Schwesternagentur von CNA Deutsch getroffene Auswahl an Priestern, die dies in Lateinamerika und Spanien getan haben.

Venezuela

Am 22. März gingen mehrere Priester der Diözese San Cristóbal im Bundesstaat Táchira mit dem Allerheiligsten Sakrament durch ihre Städte und Dörfer, um die in Quarantäne befindlichen Gläubigen zu segnen und Gott um das Ende der Pandemie zu bitten. Der Bischofs von San Cristóbal, Monsignore Mario Moronta, den man auf den folgenden Fotos sieht, erklärte in einer Mitteilung der Diözese: "Wir sind Menschen des Glaubens und wir sind sicher, dass Gott unser Gebet hört. Also sind wir mit dem Allerheiligsten Sakrament hinausgegangen, um zu segnen."

Ebenfalls im Bundesstaat Táchira konnte ein weiterer Priester dank der Unterstützung der Polizei, die ihn in einem Streifenwagen herumfuhr, Jesus in die Straßen der Stadt Seboruco bringen.

In Caracas ging der Priester der Pfarrei San Miguel Arcángel, Pater Wilfredo Corniel, mit dem eucharistischen Jesus durch El Cementerio, eines der wichtigsten Viertel in der venezolanischen Hauptstadt.

Spanien

Der Bischof von Alcalá de Henares, Monsignore Juan Antonio Reig Pla, betete und segnete seine Diözese mit dem Allerheiligsten vom Glockenturm der Kathedrale aus. Der Prälat erklärte, die Situation in Spanien sei aufgrund des Virus "eine Grenzsituation” sei und wir uns “daher noch mehr an Gott wenden müssen.”

Auch in Sevilla gingen die Patres der Kirche Santo Ángel auf das Dach, um die Stadt mit dem Allerheiligsten Sakrament zu segnen und um das Ende der Pandemie zu beten.

Mexiko

Das Allerheiligste Sakrament erreichte die Straßen des Zentrums von Guadalupe (Mexiko) auf einem Kleintransporter. Zwei Priester begleiteten den Leib Christi und beteten für die Stadt und ihre Einwohner. Sie führten ebenfalls das Bild Unserer Lieben Frau von Guadalupe mit, von der die Stadt ihren Namen hat.

"Beschütze uns, verteidige uns, bewahre uns vor allem Übel. Hilf uns, Herr, stärke unseren Glauben, stärke unsere Hoffnung und schenke uns vor allem, deine Liebe weiterzugeben" betete einer der Priester.

Nicaragua

In Camoapa stieg der Pfarrer der Pfarrei der Wunderbaren Medaille, Pater Jairo Mercado, mit dem Allerheiligsten Sakrament auf den höchsten Punkt der Stadt, um Gott zu bitten, alle Einwohner vor dem Coronavirus zu schützen.

Uruguay

Von Montevideo aus segnete Kardinal Daniel Sturla angesichts der Coronavirus-Pandemie die Stadt und ganz Uruguay mit dem Allerheiligsten Sakrament.

"Ich würde mir wünschen, dass alle Pfarrer von Montevideo an den Sonntagen in dieser schwierigen Zeit, die wir durchleben müssen, am Mittag mit dem Allerheiligsten Sakrament zur Tür ihrer Kirchen gehen und den Segen erteilen, damit der Herr uns von diesem Übel befreie", so der Kardinal.

El Salvador

Ein Priester ging in El Salvador ging durch die Straßen von Mendoza und El Suspiré in Barquisimeto, um die Stadt mit dem eucharistischen Jesus in Händen zu segnen. Die Menschen in QUarantäne schauten aus dem Haus, um beim Vorübergang des Allerheiligste Sakramentes gesegnet zu werden.

Panama

In verschiedenen Teilen des Landes verließen die Priester ihre Pfarreien, um Jesus im Allerheiligsten Sakrament zu den Gläubigen zu bringen, die ihn betend erwarteten.

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