Die Kunstvision von Papst Franziskus

Die Grablegung Christi von Caravaggio
Foto: Wikimedia (Gemeinfrei)
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Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel "Papst Franziskus - Meine Vorstellung von Kunst" beschreibt, welche Kunst der Pontifex aus Argentinien bevorzugt und erkundet dabei, was Kunst ihm persönlich bedeutet – anhand einer Reihe seiner Lieblingskunstwerke.

"Die Kunst der Barmherzigkeit als Kunst ist wirklich das Thema für Franziskus", erklärte Barbara Jatta, Direktor der Vatikanischen Museen, gegenüber  Radio Vatikan.

"Es ist die Kunst, die an Bescheidene gerichtet ist. Und die Vatikanischen Museen entsprechen direkt dieser Botschaft des Papstes über die Kunst", so Jatta.

Die Dokumentation wurde von den Vatikanischen Museen und "Imago Film" produziert, und basiert auf dem Buch gleichen Titels, 2015 von Tiziana Lupi. Während das Buch zur Zeit nur in italienischer Sprache veröffentlicht ist, wird die neue Dokumentation in sechs Sprachen zumindest untertitelt werden.

Der Auftragsfilm zeigt elf Werke von klassischen und zeitgenössischen Künstlern aus der Sammlung des Vatikan.

Die Dokumentation zeigt auch Drohnen-Aufnahmen und aufwändig hergestellte Bilder von Petersplatz und Basilika, der Sixtinischen Kapelle und den Vatikanischen Gärten. Der Film wird von Franziskus selbst moderiert; weitere Stimmen sind die Sandro Barbagallos, Kurator bei den Vatikanischen Museen, und der Buchautorin, Tiziana Lupi.

Unter den ausgewählten Kunstwerken befindet sich der Belvedere Torso, die Sixtinische Kapelle, ein Renault aus dem Jahr 1984, eine Skultur aus altem Eisen von Unserer Lieben Frau von Luján des argentinischen Bildhauers Alejandro Marmo, und die Grablegung von Caravaggio.

Diese Kunstwerke sind für Franziskus ein Kontrast zur derzeitigen Wegwerfkultur, und sind ein Hinweis auf einen Weg der Evangelisierung.

"Der Künstler ist ein Zeuge des Unsichtbaren und Kunstwerke sind der klarste Beweis, dass die Auferstehung möglich ist", erzählt Papst Franziskus in der Dokumentation.

Auch die zwei Vorgänger des jetzigen Papstes schätzten die Kunst und haben ihrer Anerkennung Ausdruck verliehen – unter anderem in Texten über die Schönheit und ihrer Rolle.

Doch zum ersten Mal stellt sich ein Papst mit seinem persönlichen Kunstgeschmack in Mittelpunkt eines eigens dafür hergestellten Films.

Der 45 Minuten lange Dokumentarfilm wird weltweit in den nächsten Monaten vertrieben und in mehreren Kinos rund um den Globus gezeigt. Der Vatikan hat auch angekündigt, dass der Film für die "Oscars" im Jahr 2018 eingereicht werden soll.

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