Deutsche wird Generaloberin der Mary-Ward-Schwestern

Messe zum Auftakt der Generalkongregation der "Congregatio Jesu"
Foto: screenshot / YouTube / CONGREGATIO JESU

Die Mary-Ward-Schwestern haben Sr. Veronica Fuhrmann CJ am Montag zur neuen Generaloberin gewählt. Ihre Amtszeit beträgt neun Jahre. Die internationale Gemeinschaft wurde von Mary Ward zu Anfang des 17. Jahrhunderts gegründet und heißt seit 2004 offiziell "Congregatio Jesu". Die Schwestern wurden bis zur Umbenennung "Englische Fräulein" genannt.

Die bisherige Generaloberin Sr. Jane Livesey CJ war außerplanmäßig elf Jahre im Amt, weil Corona-Einschränkungen in aller Welt ein Zusammenkommen der Schwestern zu einer Generalkongregation unmöglich gemacht hatten.

Sr. Veronica hatte die Congregatio Jesu im Alter von zehn Jahren kennengelernt. "Ich war ab der fünften Klasse Schülerin der Maria-Ward-Schule in Mainz", sagte die neue Generaloberin. "In der Oberstufe boten die Schwestern mehrere Besinnungstage an und ich lernte Mary Ward und ihre Spiritualität kennen. Ich war fasziniert von dieser starken Frau und vom weltumspannenden Apostolat der Schwestern. Ich habe meine Berufung immer als großes Geschenk empfunden – und gleichzeitig als riesigen Auftrag."

In der Vergangenheit wirkte Sr. Veronica als Lehrerin für Deutsch und Französisch und absolvierte Zusatzausbildungen zur Krankenpflegehelferin und zur Integrationshelferin. Neben der Arbeit in verschiedenen Niederlassungen der "Congregatio Jesu" in Deutschland war sie auch sechs Jahre lang als Generalsekretärin ihrer Gemeinschaft in Rom. Vor ihrer Wahl am Montag im italienischen Nemi – südöstlich von Rom – war sie Provinzassistentin der Mitteleuropäischen Provinz.

Zur "Congregatio Jesu" gehören als ein besonderer Zweig die Loretoschwestern. Sr. Veronica hat angekündigt, "den Prozess des Einswerdens mit den Loretoschwestern voranbringen" zu wollen.

Außerdem wünsche sie sich einen verstärkten Einsatz "für unterdrückte, marginalisierte Menschen, besonders Frauen, Kinder und Jugendliche noch verstärken", sagte die neue Generaloberin: "Wir wollen den Armen nicht nur Brot und Kleidung geben, sondern sie dabei unterstützen, Wege zu einem besseren, menschenwürdigen Leben zu gehen und für sich selbst einstehen zu können."

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