Donald Trump will Zerstörung von Statuen in den Vereinigten Staaten verbieten

Donald Trump
Foto: Das Weiße Haus / gemeinfrei

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, erklärte am Montag, er werde eine Verfügung zum Schutz der öffentlichen Statuen erlassen, nachdem mehrere - darunter auch eine des heiligen Junípero Serra - in den letzten Wochen bei Protesten beschädigt oder niedergerissen worden waren. Es äußerte sich auch zur Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die DACA-Regelung beizubehalten.

Darüber berichteten CNA und ACI Prensa, die englische und spanische Schwesternagenturen von CNA Deutsch.

Trump kündigte die Verordnung während eines Exlusivinterviews mit Raymond Arroyo, dem Moderator des Programms "The World Over" von EWTN an. "Wir werden sehr bald etwas tun" so Trump. "Wir werden eine Durchführungsverordnung erlassen. Wir werden dafür sorgen, dass die Städte ihre Monumente schützen. Das ist eine Schande", so der amerikanische Präsident am 22. Juni.

Am Freitag, den 19., wurde im Golden Gate Park von San Francisco eine Statue des heiligen Junípero Serra abgerissen,wie CNA Deutsch berichtete. In anderen Teilen des Landes wurden auch Statuen von Christopherus Kolumbus und anderen Persönlichkeiten der amerikanischen Geschichte - wie Francis Scott Key, Ulysses S. Grant und George Washington - heruntergerissen.

Diese Taten ereigneten sich im Rahmen der Proteste gegen den Tod George Floyds. Diejenigen, die den Abriss der Statue des Franziskaners Junípero Serra rechtfertigten, erklärten, der spanische Missionar sei ein Symbol des europäischen Kolonialismus und die katholischen Missionen hätten sich der Zwangsarbeit der amerikanischen Ureinwohner verschrieben; teilweise wurde auch behauptet, Pater Junipero hätte Missbrauch begangen.

Die Verteidiger des heiligen Junípero weisen aber darauf hin, dass der Franziskanermönch ein Verteidiger der Ureinwohner und der Menschenrechte gewesen sei. Sie betonen, er habe in seinem Leben vielen Ureinwohnern geholfen, die bei seinem Tod geweint hätten. Der Heilige hatte zudem neun Missionen im heutigen Kalifornien gegründet.

In seinen Äußerungen betonte Trump, die Städte, die am stärksten von den Protesten und Plünderungen betroffen sind, seien diejenigen, in denen die Demokraten die Macht innehaben.

"Es sind alles Demokraten, gewöhnlich Liberaldemokraten. Schauen Sie nur. Chicago - ein Demokrat; Seattle – ein Demokrat; der Bundesstaat Washington – ein Demokrat; Portland - ein Demokrat. Alle diese Orte werden von Demokraten verwaltet. Zwanzig von zwanzig werden von Demokraten geleitet", so Trump. "Sie wissen nicht, was sie tun. Und wenn [Joe] Biden es schafft, würde dieses Land zu einer Katastrophe."

"Sehen Sie sich an, wie wir die Sachen machen, wir machen sie gut. Und was die Statuen angeht: Wenn ich nicht Präsident wäre, hätten wir im Moment keine Statuen mehr, die noch stehen würden. Weil ich Dinge getan habe, die Sie nicht wissen, um viele davon zu retten" so Trump.

Das DACA-Programm

Beim EWTN-Interviews sprach Donald Trump auch über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten vom 18. Juni, die das DACA-Programm (Deferred Action for Childhood Arrivals - Aufgeschobene Handlung bei Ankünften im Kindesalter) weiter beibehält, das der Präsident seit 2017 versucht, aufzuheben.

DACA wurde am 15. Juni 2012 von Barack Obama durch eine Executive Order, eine Durchführungsverordnung des Präsidenten, erlassen. Das Programm war eine vorübergehende Lösung für die Situation von rund 2,5 Millionen Jugendlichen ohne Papieren, die vor ihrem 16. Geburtstag ins Land eingereist waren und die "Dreamers" (Träumer) genannt werden.

Die Regelung DACA stoppte die Abschiebungen – und kann immer wieder neu für zwei Jahre beantragt werden.

Etwa 1,2 Millionen Menschen erfüllten die Anforderungen, um sich für das Programm zu qualifizieren; etwas mehr als 800.000 Personen beantragten den Schutzstatus.

Trump sagte zu diesem Thema: "Wir wollen den Fall gewinnen und dann Erfolg haben."

Gleichzeitig betonte er, die jungen Migranten seien geschützt: "Sie brauchen sich keine Sorgen machen", versicherte Trump jenen, die von DACA betroffen sind.

Auch wenn der Präsident erklärt hatte, er sei bereit, eine Einigung in der Einwanderungsreform zu erzielen, um dieses Programm zu schützen, haben einige Bischöfe in den Vereinigten Staaten geäußert, dieser Ansatz bedeute, DACA-Empfänger als Hebel für die politische Debatte zu benutzen.

Am 18. Juni forderte die amerikanische Bischofskonferenz (USCCB) den Präsidenten auf, "die Beendigung von DACA ausdrücklich zu überdenken", besondere angesichts der Notlage der Einwandererfamilien in der Coronavirus-Pandemie, die "unnötig weitere Angst und Chaos" erleiden würden.

Die Pro-Life-Debatte

Donald Trump wurde auch gefragt, ob der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden pro-life sei. Der Präsident erklärte, einige Katholiken würden behaupten, Biden sei ein Pro-Life-Kandidat aufgrund seiner Opposition gegen die Todesstrafe und seiner Bemühungen im Bereich Klimawandel.

"Ich bin gänzlich für die Todesstrafe für abscheuliche Verbrechen, okay? So ist es." Er fügte hinzu: "Ich bin pro-life, er [Biden] ist es nicht. Und die Demokraten - schauen Sie, wen er ans Gericht holt."

"Ich bin also für das Leben, die Demokraten sind es nicht. Niemand kann sagen, dass Biden es ist - schauen Sie sich seine Position im Laufe der Jahre an", so Trump weiter. Er sagte, dass seiner Meinung nach die Funktionäre der Demokratischen Partei eine Abtreibungs-Agenda vorantreiben werden, wenn Biden im November zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt werden sollte.

"Sehen sie sich den Gouverneur von Virgina an, schauen sie, was er getan hat. Er hat eine "Hinrichtung danach" gemacht. Normalerweise spricht man von Spätabtreibung; bei ihm ist das keine Spätabtreibung. Bei ihm ist es: Da Baby ist geboren und dann kannst du das Baby umbringen."

Trump bezieht sich auf einen Gesetzesentwurf aus 2019 in Virginia, den der Gouverneur Ralph Northam unterstützt hatte und dessen Gegner erklärten, er würde Abtreibung erlauben, selbst wenn die Frau bereits Wehen hätte.

Während der Debatte zum zu dieser Gesetzesvorlage hatte zu einem Radiosender Northam gesagt, wenn ein Baby bei der Geburt "ausreichend behindert" sei, könnte es "bequem gelagert" und wiederbelebt werden, wenn die Mutter dies wünsche. Zudem könne es ein "Gespräch" zwischen den Ärzten und der Mutter geben, darüber, was man mit dem Baby tun solle. "Das sind die Demokraten. Das ist Joe Biden", so Trump. 

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