Down-Syndrom bedeutet für mich nicht, dass ich leide: Bridget Brown zu Papst Franziskus

Bridget Brown beim Treffen mit Papst Franziskus am 21. Oktober 2017
Foto: L'Osservatore Romano
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In ihren eigenen Worten ist Bridget Brown eine "Anwältin ihres Anliegens, eine Anwältin für Inklusion, eine Schauspielerin... und eine junge Frau mit Down-Syndrom". Außerdem liebt sie ihr Leben und will, dass andere wissen, dass ein jeder Mensch kostbar ist.

"Die Welt muss wissen, dass ich nicht am Down-Syndrom 'leide'", schrieb sie in einem Brief an Papst Franziskus. "Ich lebe ein erfülltes und wunderbares Leben, und ich bin voller Freude, am Leben zu sein".

"Ich liebe mein Leben vollkommen so, wie es ist". 

Brown traf den Papst am 21. Oktober im Rahmen einer vom Vatikan veranstalteten Konferenz über Katechese für geistig behinderte Menschen.

Die Veranstaltung fand an der Päpstlichen Unversität Urbaniana statt. 

Brown sagte gegenüber CNA, dass sie sehr aufgeregt sei, mit ihren Eltern gemeinsam den Papst zu treffen. Vor allem auch, weil sie mit Franziskus über "das Recht auf Leben für Babies mit Down-Syndrom" sprechen wollte.

Kinder mit Down-Syndrom werden in westlichen Ländern oft abgetrieben. Wie Brown erinnerte, ist Island auf dem Weg zu einem Land ohne "Down-Syndrom", wie der TV-Sender CBS News berichtete. 

"Menschen mit Down-Syndrom sind so kostbar", sagte sie. "Ich liebe Babies, und besonders liebe ich Babies mit Down-Syndrom".

In einem Brief an den Papst schrieb sie, dass ihr das Herz bricht, wenn sie daran denkt, dass sie zur allerletzten Generation von Menschen mit Down-Syndrom gehören könnte, und dass "die Welt nie wieder von unseren Gaben Nutzen ziehen" werde.

Brown merkte gegenüber CNA an, dass Behinderte oft die ersten Menschen sind, die in Genoziden getötet werden, und erinnerte daran, dass die Massenmorde unter Adolf Hitler mit der Ermordung behinderter Kinder begannen.

"Mir scheint es, als würden wir heute in unserem Land das gleiche den Kindern mit Behinderung antun", so die US-Amerikanerin.

Das sei zwar manchmal ermutigend, aber sie bleibe dennoch hoffnungsfroh, und sie bete für die Menschen die meinen, Kinder mit Behinderung hätten kein Recht auf Leben.

"Ich glaube an die heilige Würde aller Menschen. Und die meisten Menschen die ich kenne, und eine Behinderung haben, können erfüllte und produkte Leben führen, so wie ich es auch tue".

Das Recht auf Leben sollte auch für behinderte Menschen ausnahmslos gelten, betonte sie. 

"Gott sagte...dass wir einen Zweck haben, egal wer wir sind. Es ist falsch, irgendjemanden auszuschließen oder zu töten, denn wir sind Teil der Menschheit."

Mehr noch, so Bridget Brown, gehe es ihr darum, dass das Gespräch über Menschen mit Behinderung nicht einfach über Inklusion geführt wird. 

Es gehe darum, auch als behinderter Mensch, "die Möglichkeiten auszuschöpfen, Spaß zu haben und erfüllte, aufregende Leben zu führen" – so wie jeder andere Mensch auch.

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