Erzbischof ruft auf, die Priesterkleidung als "revolutionäre" Geste wiederzuerlangen

Priester (Referenzbild)
Foto: Senlay via Pixabay

Der Erzbischof von Valladolid (Spanien), Luis Argüello, hat gesagt, es sei in der heutigen Zeit "revolutionär", das Übernatürliche auf den Straßen präsent zu machen durch die Gewänder der Ordensleute, Diakone und Priester.

Diese Betrachtung stellte der Bischof in seiner Predigt anlässlich einer Diakonenweihe an, als er auf die Möglichkeit hinwies, ein für Diakone spezielles Gewand zu tragen.

"Ihr werdet ein eigenes Kleid tragen. Auf die Albe wird man euch die Stola der Diakone und die Dalmatik legen. Ihr könnt zudem geistliche Kleidung tragen, ihr könnt ein Erkennungszeichen tragen, damit man in der Öffentlichkeit erkennt, dass ihr Gott geweihte Männer seid", so der Erzbischof.

"Es gab eine Zeit, in der die Neuheit damit zu tun zu haben schien, die Soutane und den Clergyman abzulegen. Heute ist sicherlich die Zeit, in der das Revolutionäre, das Neue, die Präsenz des Übernatürlichen auf den Straßen und Plätzen darin besteht, dass die Brüder die Kutte tragen, dass die Ordensschwestern als solche erkennbar sind und dass auch diejenigen von uns es sind, die geweiht wurden", fügte er hinzu.

Die Bezeichnung "revolutionär" wies der Bischof auch den Versprechen zu, welche die Diakone bei ihrer Weihe gemacht haben: "Was diese Freunde heute versprechen werden, ist eine revolutionäre Neuheit, die unsere Welt braucht", erklärte der Prälat, der auch auf die Verpflichtung Bezug nahm, das Stundengebet zu beten und zölibatär und im Gehorsam zu leben.

Erzbischof Argüello erklärte, dass das Stundengebet dafür sorge, dass "in der Kirche von morgens bis abends, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang der Name des Herrn gepriesen wird". Er warnte davor, dass "ohne Lob das Herz schrumpft und sich die Hände schließen".

Den bräutliche Zustand jedes Menschen leben

In Bezug auf das Zölibatsversprechen der neuen Diakone betonte der Bischof, dass es darum gehe, den "bräutlichen Zustand zu leben, der jedem Mann und jeder Frau eigen ist".

In diesem Sinne rief er aus: "Wie gegen-kulturell. In einer Zeit außerordentlicher Banalisierung der Sexualität, in einer Zeit, in die bräutliche Liebe ihren Platz verloren zu haben scheinen, versprecht ihr, in zölibatärer Liebe zu leben!"

Das Zölibat sei "ein Liebesversprechen, das sich der Fruchtbarkeit öffnen will." Der Bischof warnte, dass "die größte Prüfung für euren Zölibat in dieser Zeit der Mission der Kirche die Unfruchtbarkeit der apostolischen Werke sein kann".

Die Freiheit, bedingungslos zu lieben

Der Erzbischof von Valladolid hob auch das Versprechen des Gehorsams gegenüber dem Bischof und seinen Nachfolgern hervor, in einer Zeit, die dominiert ist von "Selbstbezüglichkeit, vom 'Ich entscheide', von der Proklamation der Rechte, ohne auf die andere Seite der Rechte, die zwangsläufig die Pflichten sind, zu blicken".

Mit dem Gehorsamsversprechen legen die Diakone ihre Freiheit "in die Hände der Kirche, damit die Gemeinschaft erstrahle und damit die'freie Freiheit' erstrahle. Die freie Freiheit, nicht uns selbst zu suchen, die freie Freiheit des Liebens ohne Gegengabe, ohne Bedingungen."

"Es ist ein revolutionärer Vorschlag, von morgens bis abends in Gott zu leben, in zölibatärer Liebe zu leben, im Gehorsam zu leben", fasste der Erzbischof zusammen.

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