EWTN ist ein "Rettungsanker" in der Coronavirus-Pandemie, sagt Michael Warsaw

Michael Warsaw, CEO und Vorstandsvorsitzender von EWTN.
Foto: EWTN

EWTN bleibt während der Coronavirus-Pandemie geöffnet und auf Sendung: Das hat der Vorstandsvorsitzende und CEO Michael Warsaw am Donnerstag gesagt.

Die Seelsorge seiner Organisation werde dringender denn je gebraucht, so Warsaw am 26. März im Interview mit EWTN News Nightly.

"Ich glaube, es herrscht derzeit viel Angst. Sehr viel Angst. Die Menschen fühlen sich verunsichert. Und ich denke, dass eines der Dinge, die EWTN bietet, ein Ort ist, an dem sich die Menschen auf den Boden der Tatsachen begeben können, sich mit Glauben verbinden und die echte Gewissheit bekommen , dass Gott in dieser wirklich schwierigen Zeit für sie da ist", sagte Warsaw in der EWTN News Nightly.

Warsaw betonte: Obwohl die Pandemie das Leben aller beeinträchtigt, einschließlich der EWTN-Mitarbeiter, ist sicherstellt, dass die Nachrichten berichtet und die katechetische Arbeit fortgesetzt wird. Das globale Mediennetzwerk habe rechtzeitig auf die Ausbreitung des Virus aus dem Asiatisch-Pazifischen Raum über Europa – insbesondere Italien – reagiert, bevor dieser die Vereinigten Staaten erreichte.

"Die meisten unserer Mitarbeiter arbeiten von daheim. Nur wer vor Ort in Irondale und hier in Washington und anderen Orten gebraucht wird, ist persönlich am Arbeitsplatz", sagte Warsaw. "Und wir sind vorbereitet und in der Lage, falls erforderlich weitere Einschränkungen vorzunehmen".

"Das bedeutet unterm Strich, dass unsere Kanäle weiterhin auf Sendung bleiben. Wir werden weiterhin Programme produzieren, insbesondere die heilige Messe übertragen, die Nachrichten und andere wichtige Programme ausstrahlen. Und wir haben uns vorbereitet, um dies weiterhin gewährleisten zu können".

Warsaw betonte, dass neben den Nachrichtenmedien auch die pastoralen und katechetischen Inhalte von EWTN eine wichtige Ressource für Katholiken sind. Angesichts der Ausgangsbeschränkungen und weiteren Sperren – sowohl in den USA wie auf der ganzen Welt – sei dieser Dienst, als Bindeglied zwischen der Kirche und der Gemeinschaft der Gläubigen, umso wichtiger.

Ähnlich wie im deutschsprachigen Europa, Italien und anderen Ländern haben auch viele Bistümer in den USA die öffentliche Feier von Gottesdiensten ausgesetzt. Viele Bischöfe haben die Schließung von Kirchengebäuden angeordnet. Praktische alle Bischöfe haben die Gläubigen aufgerufen, per Livestream an liturgischen Feiern teilzunehmen und sich der Medien – Fernsehen, Internet und Radio – zu bedienen; auch um im Gebet verbunden zu bleiben, als lebendiger Teil der spirituellen Gemeinschaft der Weltkirche. Unter diesen Umständen, sagte Warsaw, hätten ihm viele Katholiken gesagt, dass die Angebote von EWTN für sie ein "Rettungsanker" sind.

"Was wir aus meiner Erfahrung sehr oft gehört haben, ist die Tatsache, dass Kirchen geschlossen sind und die Menschen nicht nur in diesem Land, sondern weltweit nicht in der Lage sind, tatsächlich am Sonntag in die Messe zu gehen, weshalb sich die Menschen an uns für den Gottesdienst wenden und aus der Ferne an unserer Messe teilnehmen. Für viele Menschen ist das wirklich ein Rettungsanker für die Ausübung ihres Glaubens: Die Möglichkeit, die Messe auf EWTN zu sehen, sowohl auf unseren TV-Kanälen wie auch online auf EWTN.com", sagte Warsaw.

Hinweis: Das deutschsprachige Sonderprogramm zur Pandemie finden Sie unter www.ewtn.de

Michael Warsaw fügte hinzu: "Seit seiner Gründung wollte Mutter Angelica immer, dass EWTN und seine Zuschauer eine Familie sind. Und ich denke, in dieser Zeit und in diesem Moment sind wir sehr wohl eine Familie füreinander".

Er betonte, es gebe "drei Dinge, die unsere EWTN-Familie jetzt gemeinsam tun kann".

"Eines ist sicherlich das Beten. Wir müssen füreinander beten. Beten Sie für das Netzwerk, so wie wir für Sie beten. Zweitens denke ich, weiterzusagen, was für Geschenk EWTN für Sie ist. Dies ist eine großartige Gelegenheit, zu evangelisieren. Wenn einem EWTN gut tut und nützt, dann muss man das Freunden und in der Familie weitersagen. Das ist eine sehr effektive Art, anderen zu helfen und in dieser Zeit zu evangelisieren".

Und drittens, so Warsaw: "Denken Sie auch an uns, wenn Sie ihre Gas- und Stromrechnung bezahlen, wie Mutter Angelica immer sagen würde".

"Es ist sehr wichtig, dass wir über die Ressourcen verfügen, um unsere Mission fortzusetzen und ein viel, viel größeres Publikum zu erreichen, welches sich in diesen Tagen an uns wendet."

"Finanzielle Unterstützung ist für uns auch in diesem Moment entscheidend", sagte Warsaw. "Und dafür sind wir unserer EWTN-Familie natürlich immer sehr dankbar."

"So viele Menschen haben sich gemeldet und uns gesagt, wie viel ihnen das bedeutet und wie wichtig das für sie ist: Dass sie die Möglichkeit haben, zu beten, mitzumachen und zuzuschauen – und dabei zu erfahren, dass sie das gemeinsam mit Menschen auf der ganzen Welt tun, als Teil der EWTN-Familie".

Warsaw sagte auch, dass das EWTN in einer Zeit, in der so viele nach Sinn und Antworten angesichts einer Pandemie suchen, "wirklich versucht, eine Ressource für die Menschen zu sein und ihnen Hoffnung zu geben und sie daran zu erinnern, dass es in diesem Moment am wichtigsten ist, dass wir unsere Augen auf Christus gerichtet halten müssen".

"Die Menschen brauchen Hoffnung, und sie suchen nach Antworten. Und ich finde, dass sie zu EWTN kommen ist eine wunderbare Sache und ein Weg für sie, diese Antworten und die Hoffnung zu finden, nach der sie suchen", sagte er.

EWTN, das globale katholische Netzwerk, ist das größte religiöse Mediennetzwerk der Welt. Die 11 globalen Fernsehkanäle von EWTN - darunter EWTN Deutsch - werden 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche in mehreren Sprachen an über 300 Millionen Fernsehhaushalte in mehr als 145 Ländern und Gebieten übertragen.

Neben weiteren Diensten betreibt EWTN auch die Catholic News Agency (CNA), samt ihrer deutschsprachigen Ausgabe CNA Deutsch und weiteren Sprachen.

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