Fernsehen, Radio, Internet: Tausende verfolgen Adoratio-Kongress zum Thema Gebet

Bischof Stefan Oster SDB
Foto: Susanne Schmidt / pbp

Tausende Gläubige haben am Samstag den Passauer Adoratio-Kongress live über Fernsehen, Radio und Internet verfolgt, wie das Bistum Passau am Montag berichtete. „Ich glaube, wir müssen in unserer Kirche das Thema geistiges Leben immer fördern“, betonte der Passauer Bischof Stefan Oster SDB bei der Veranstaltung. „Das Gebet ist Nahrung für die Seele.“

In seinem Vortrag sprach Oster über das Antlitz Gottes. Dabei liege die eigentliche Dimension des Begriffs Antlitz hinter dem bloß Äußerlichen, denn erst „eine innere Begegnung oder Erfahrung von tiefem Vertrauen lässt uns davon erkennen, wie jemand wirklich ist“. In Christus könne man das Antlitz Gottes erkennen: „Wenn Du immer mehr erkennst, wer Jesus ist, dann erkennst Du auch in ihm, wer der Vater ist.“

Pete Greig, der Leiter des „24/7 Prayer Movement“, erklärte seinerseits, das Leben der frühen Kirche zeige, dass die Gemeinde in großer Bedrängnis vor allem Gott anbetete, ihn lobte und ihm dankte, bevor sie ihre Bitten an ihn gerichtet habe.

Greig sprach auch über das aufrichtige Gebet, wie es etwa der heilige Franz von Assisi gepflegt habe. Bernardo di Quintavalle, ein ortsansässiger Aristokrat, habe den Heiligen prüfen wollen und ihn daher in sein Haus eingeladen. In der Nacht habe er beobachten können, wie Franz von Assisi auf Knien betete: „Mein Gott und mein Alles.“ Durch das ehrliche Vorbild im Gebet des Mönchs änderte sich Bernardos Herz und er wurde der erste Franziskaner, so Greig.

„Die frühe Kirche verstand, und Franz von Assisi verstand, dass der Kern der Veränderung der Welt darin besteht, dass unsere eigenen Herzen verändert werden“, erläuterte er weiter. „In der Gegenwart Gottes erfahren wir seine Macht, seine Wirklichkeit und seine Führung.“

Der nächste Adoratio-Kongress soll vom 9. bis zum 11. Juni 2023 im Marienwallfahrtsort Altötting auf dem Gebiet der Diözese Passau stattfinden.

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