Friedliche Koexistenz mit dem Islam: Papst Franziskus vor seiner Reise in die Emirate

Am Wochenende reist der Pontifex in die Vereinigten Arabischen Emirate - und hat dazu eine Botschaft an die Menschen im Land gerichtet (Bericht und Video)

Papst Franziskus
Foto: CNA / Petrik Bohumil
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Mit einer Videobotschaft hat sich Papst Franziskus - vor seinem dortigen Besuch -  an die Menschen in den Vereinigten Arabischen Emiraten gewandt.

Der Pontifex wird vom 3. bis 5. Februar in die Vereinigten Arabischen Emiraten reisen, um an einem internationalen interreligiösen Treffen teilzunehmen.

Die offizielle Religion der Vereinigten Arabischen Emirate ist der Islam mit einer sunnitischen Mehrheit. Etwa 12,6 Prozent der Gesamtbevölkerung sind nach Angaben des renommierten Pew Research Center Christen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind insofern einzigartig, als viele ihrer Bewohner aus anderen Ländern stammen: Schätzungsweise 89 Prozent der Bevölkerung der Emirate sind keine Staatsbürger des Landes.

Laut der St. Joseph's Cathedral in Abu Dhabi gibt es auf der Arabischen Halbinsel mehr als zwei Millionen Katholiken mit etwa 100 Priestern und 80 Ordensschwestern.

Echte Religionsfreiheit gibt es - wie in den allermeisten islamischen Ländern - nicht: Die Verfassung der Emirate sieht diese zwar vor, in der Praxis ist sie jedoch stark eingeschränkt. Abkehr vom Islam etwa ist gesetzlich verboten, und Christen dürfen Muslime nicht zum Glauben bekehren.

Die Emirate bezeichnet der Papst als ein Land, das "ein Modell für das Zusammenleben, die Geschwisterlichkeit zwischen den Menschen und die Begegnung zwischen verschiedenen Zivilisationen und Kulturen sein will, in dem viele einen sicheren Arbeitsplatz finden, frei arbeiten und leben können und dabei die Vielfalt respektieren."

Der Kronprinz von Abu Dhabi, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, lud Papst Franziskus zusammen mit der Katholischen Kirche in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein. 

"Wir freuen uns auf den historischen Besuch des Papstes, der darauf abzielt, die Möglichkeiten für Dialog und Koexistenz zwischen den Nationen zu maximieren", sagte der Kronprinz laut "Al Arabiya".

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