„Gier treibt die Welt in den Untergang” – Was Franziskus in seinem neuen Interview sagt

Papst Franziskus
Foto: CNA/Daniel Ibanez

Mitten in die Spannung und Aufregung um die Familiensynode hat ein französisches Magazin ein Interview mit Papst Franziskus veröffentlicht, in dem dieser die großen Themen seines Pontifikates noch einmal klar ausspricht.

„Kapitalismus und Profit sind nicht diabolisch, wenn wir sie nicht in Götzen verwandeln. Sie sind es nicht, wenn wir sie als Werkzeuge belassen”, so der Heilige Vater. „Wenn aber Geld und Profit zu Götzen werden, die wir um jeden Preis anbeten, dann steuern unsere Gesellschaften den Untergang an.”

Die Aussagen des Papstes in einem Hochglanzheft, welches sich sonst eher dem Leben von Hollywood-Sternchen und Milliardären widmet, unterstreichen noch einmal seine beiden großen Anliegen, Armut und Umweltschutz.

„Der Mensch und die Schöpfung dürfen nicht da sein, um dem Geld zu dienen (...) die Menschheit muss seiner Anbetung des Geldes abschwören und statt dessen die Person in den Mittelpunkt stellen, das gemeinsame Gut und die zukünftigen Generationen, welche die Erde nach uns bevölkern werden”, so der Papst mit Blick auf die Weltklimakonferenz in zwei Monaten in Paris. Das derzeitige Wirtschaftssystem sei nicht nachhaltig.

Zum Krieg in Syrien und Irak sagte Papst Franziskus, die Welt müsse angesichts dieser Notsituation handeln, aber auch mit den Ursachen der Konflikte umgehen. “Lasst uns fragen, warum es so viel Krieg und Gewalt gibt (...) lasst uns nicht die Scheinheiligkeit der Weltmächte vergessen, die über Frieden reden aber unterm Tisch Waffen verkaufen”, so Franziskus gegenüber dem Boulevard-Magazin.