"Guadalupe gibt uns Hoffnung": 11.000 Gläubige bei Seligsprechung einer Chemikerin

Frohe Stimmung und gesammelte Gebetatmosphäre bündeln sich in der größten Halle Madrids bei der Seligsprechung der ersten Frau des Opus Dei

Seligsprechung von Guadalupe Ortiz de Landazuri in Madrid am 18. Mai 2019
Foto: Rudolf Repgen
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Die Chemielehrerin Guadalupe Ortiz de Landázuri (1916 – 1975) ist heute im Auftrag von Papst Franziskus in ihrer Geburtstadt Madrid seliggesprochen geworden. 

In seinem Grußwort unterstrich der Papst, dass "Beispiele der Heiligkeit" wie jenes der seligen Guadalupe "uns mit Hoffnung" erfüllten und "uns klar den Weg zeigen, den wir gehen müssen". Zugleich ermunterte er alle Gläubigen der Prälatur Opus Dei und jene, die an seinen Apostolaten teilhaben, nach jener "Heiligkeit der Normalität" zu streben, die "die Welt und Kirche heute so notwendig haben."

Kardinal Giovanni Angelo Becciu, Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen, stand der Feier vor. "Die neue Selige zeigt uns, den Christen von heute, dass es möglich ist, Gebet und Tun, Kontemplation und Arbeit harmonisch zu vereinen", so der Kardinal in seiner Predigt. 

Guadalupe sei "Licht" für jene gewesen, die ihr begegneten, "mutig und mit einer Lebensfreude, die ihrem tiefen Gottvertrauen entsprang". Ihre tiefe Nähe zu Gott habe ihr große Gelassenheit auch in schwierigen Momenten ihres Lebens geschenkt. Ihre "innige und beständige Einheit mit Christus" war das Fundament ihres reichen christlichen Lebens, so der Kardinal,

Guadalupe brachte Studentinnenheime und Berufsschulen für mexikanische Campesinas auf den Weg. Später erarbeitete sie als stellvertretende Direktorin pädagogisch anspruchsvollere Unterrichtsmethoden für einen neuen Typ von Hauswirtschaftsschule.

Mit Opus-Dei-Prälat Fernando Ocariz haben zahlreiche weitere Kardinäle und Bischöfe bei dem Gottesdienst in der Multifunktionshalle Vista Alegre konzelebriert. Die Seligsprechung des ersten Laienmitglieds des Opus Dei sah der Prälat in seiner Ansprache dankbar als "neuerliches Siegel", das die Kirche für jenen Weg gibt, den Gott den heiligen Josefmaria Escrivá mit der Gründung des Opus Dei sehen ließ: die Heiligung mitten im Alltag. Im Leben der neuen Seligen könne man dankbar erkennen, "wie der Herr mitten in unseren Städten und Straßen, in unseren Familien und unseren Arbeitswelten wirkt."

Der Postulator des Seligsprechungsprozesses, Antonio Rodríguez de Rivera, hatte Guadalupe charakterisiert als eine "in Gott verliebte, tief gläubige Frau, die mit ihrer Arbeit und ihrem Optimismus anderen in ihren spirituellen und materiellen Bedürfnissen zur Seite stand".

Hartwig Bouillon berichtet aus Madrid; er ist Numerarier des Opus Dei Deutschland.

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