Hakenkreuze und Hass-Parolen an Kirchen in Kalifornien geschmiert

Die Tür der chaldäisch-katholischen Kathedrale im kalifornischen El Cajon.
Foto: Eparchy of St. Peter / Facebook

Gleich zwei katholische Gotteshäuser in San Diego County sind am vergangenen Wochenende mit Hassparolen besprüht worden. 

Unklar ist, wer der – oder die – Täter waren, und was ihr Tatmotiv war.

Die St.-Peter-Kathedrale der chaldäisch-katholischen Kirche in El Cajon wurde am 25. Septemer mit Hakenkreuzen, satanischen Symbolen und Slogans  wie "Biden 2020", "White Power" und "BLM" (Black Lives Matter) besprüht.

Die Kathedrale ist der Sitz der chaldäischen Eparchie von San Diego.

Am selben Abend wurde die katholische Kirche Unsere Mutter von der Immerwährenden Hilfe, ebenfalls in El Cajon, in ähnlicher Weise angegriffen.

Unsere Mutter von der Immerwährenden Hilfe ist eine syrisch-katholische Kirche, die zur Syrischen Eparchie Unserer Lieben Frau von der Befreiung von Newark gehört.

Die Polizei hat offiziell keine Verdächtigen bekannt gegeben, untersucht die Vorfälle jedoch als Hassverbrechen, wie der Sheriff gegenüber CNA mitteilte.

Monsignore Emad Hanna Al-Shaikh, Pfarrer Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe, sagte gegenüber CNA, er habe alle zuständigen Behörden alarmiert, als er den Vandalismus entdeckte, und später die Schmierereien entfernt.

Monsignore Al-Shaikh sagte, er habe den starken Verdacht, dass dieselben Täter, die den chaldäischen Petersdom angegriffen haben, auch seine Kirche verunstaltet haben, obwohl er noch keine Beweise habe. Die Kirchen befinden sich drei Meilen voneinander entfernt.

Er sagte, er wisse keinen Grund, warum jemand seine Kirche verwüstet haben sollte, und er wisse nicht, wer den Anschlag ausgeführt haben könnte.

"Wir sind mit jedem befreundet, wir lieben jeden, und wir haben mit jedem Frieden", sagte er.

Sargent Mike Hettinger, ein Ermittler, der die Vorfälle untersucht, teilte CNA mit, dass das Sheriffs Department derzeit über einige "gute Spuren" in dem Fall verfüge, darunter Überwachungsvideos, Hinweise aus der Gemeinde und gesammelte Sachbeweise.

Es scheint fünf Täter gegeben zu haben, und auf der Grundlage der Videobeweise seien es offenbar Jugendliche gewesen, sagte er.

Das Motiv für die Verbrechen sei nach wie vor unklar, zumal die Botschaften der Graffiti – zu denen beispielsweise sowohl Hakenkreuze als auch "BLM" gehörten – im Widerspruch zueinander stünden.

An diesem Abend habe es in der Innenstadt von San Diego Proteste gegeben, so dass die Graffiti damit in Zusammenhang stehen könnten, sagte er, aber die Ermittler seien sich in diesem Punkt noch nicht sicher.

Der Vandalismus ist kein Einzelfall. Seit Monaten werden in mehreren US-Bundesstaaten katholische Kirchen angegriffen. Anfang letzter Woche setzte ein Mann n einer katholischen Kirche in Florida Kirchenbänke in Brand, und ein Mann mit einem Baseballschläger beschädigte in einem texanischen Priester-Seminar ein Kruzifix und mehrere Türen.

Vergangene Woche wurde in einer texanischen Kathedrale eine Statue des Heiligsten Herzens Jesu zerstört.

In Pfarreien im ganzen Land wurden Brände gelegt und Statuen von Christus, Maria und Heiligen enthauptet oder zerstört, während in Kalifornien zahlreiche öffentliche Statuen von St. Junipero Serra abgerissen, verunstaltet und zerstört wurden.

Die Motive sind manchmal unklar, manchmal eindeutig ideologisch motiviert.  Eine Ende August von RealClear Opinion Research in Zusammenarbeit mit EWTN News durchgeführte Umfrage ergab, dass 83 Prozent der katholischen Wähler in den USA über die Angriffe auf Kirchen in den vergangenen Monaten besorgt sind.

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