Italienischer Makler für Londoner Vatikan-Immobilie in Großbritannien festgenommen

London
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Gianluigi Torzi, der italienische "Geschäftsmann", der den letzten Teil des Kaufs einer Londoner Investitionsimmobilie durch das Staatssekretariat vermittelt hat, wurde in Großbritannien festgenommen worden.

Die Festnahme am 11. Mai in London geht auf einen Antrag eines italienischen Richters in Rom zurück, berichtet die "Catholic News Agency", die englischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch. 

Ein Sprecher des Metropolitan Police Service bestätigte, dass "am Dienstag, den 11. Mai, eine Adresse in der Campden Hill Road, W8, besucht" hätten.

"Gianluigi Torzi, 42 (geboren 16.01.79), wurde identifiziert und aufgrund eines Haftbefehls des Trade and Cooperation Act (TACA) verhaftet, der am Mittwoch, 5. Mai, in Italien ausgestellt und am Donnerstag, 6. Mai, von der National Crime Agency bestätigt wurde", so die britische Behörde.

Torzi werde beschuldigt, Geldwäsche und Betrugsdelikte begangen zu haben.

"Herr Torzi erschien vor dem Westminster Magistrates' Court zu einer ersten Auslieferungsanhörung, wo er in Untersuchungshaft genommen wurde. Sein nächster Termin ist am Dienstag, den 18. Mai."

Gegen Torzi, der jegliche Schuld von sich gewiesen hat, wird von den italienischen Behörden wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug, Geldwäsche und anderer Finanzverbrechen in Zusammenarbeit mit drei seiner Mitarbeiter ermittelt.

Gegen ihn ermittelt auch der Vatikan wegen seiner Rolle bei der Abwicklung des Kaufs einer Londoner Immobilie in der Sloane Avenue 60 durch das Staatssekretariat im Jahr 2018. Der Vatikan behauptet, dass Torzi dabei Teil einer Verschwörung war, um das Sekretariat um Millionen von Euro zu betrügen.

Aufgrund der Ermittlungen hatten die Staatsanwälte des Vatikans Anfang des Jahres die Beschlagnahme von Torzis Bankkonten in Großbritannien beantragt. Im März hob ein britischer Richter diesen Antrag auf, da die vatikanischen Staatsanwälte in ihrem Antrag an das britische Gericht Informationen zurückgehalten und falsch dargestellt hatten.

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