Kardinal Brenes: Papst Franziskus kennt die Realität von Nicaragua sehr gut

Papst Franziskus
Foto: Vatican Media
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Der Erzbischof von Managua, Kardinal Leopoldo Brenes, erklärte, Papst Franziskus kenne "die Realität in Nicaragua sehr gut". Er betonte, dass der Heilige Vater die Kirche in Nicaragua ermutigt habe, weiterhin Boten der Versöhnung und Hoffnung zu sein.

Am Montag hatte der Kardinal als Mitglied des Vorstands des Lateinamerikanischen Bischofsrates (CELAM) an einer Papstaudienz teilgenommen. Der Vorstand des CELAM war in den Vatikan gereist, um dort das Dokument der Kirchenversammlung von Lateinamerika und der Karibik vorzustellen.

In einer Interview, das am 1. November veröffentlicht wurden, sagte Kardinal Brenes gegenüber Vatican News, dass die Situation in Nicaragua "sicherlich ein Thema war, das mit dem Papst besprochen wurde. Er ist gut informiert und kennt die Realität sehr gut; er fragte mich nur nach einigen Details, und ich habe ihm meine Meinung dazu gesagt."

Der Erzbischof von Managua betonte, Papst Franziskus habe "sich immer solidarisch mit uns gezeigt und uns eingeladen, weiter in der Seelsorge zu wirken, Botschafter der Versöhnung und Botschafter der Hoffnung zu sein".

"Wir dürfen uns nicht beklagen in bestimmten Situationen, die wir sehen. Wir dürfen nicht zurückblicken, sondern wir müssen immer vorwärts gehen und vor allem in dieser Gemeinschaft, in dieser gegenseitigen Nähe unseren Weg gehen", fügte er hinzu.

"Der Papst erinnerte an die Hirten, die voraus, in die Mitte und hintennach gehen müssen, ihr Volk begleiten. Und dazu lädt er uns, als Hirten der pilgernden Kirche in Nicaragua, ein", bekräftigte er.

Die katholische Kirche in Nicaragua ist seit mehreren Jahren Opfer der Verfolgung durch die Diktatur Daniel Ortegas.
Das Regime hat nicht nur den Apostolischen Nuntius im März ausgewiesen, sondern es hat auch den Bischof von Matagalpa, Rolando Álvarez, unter Hausarrest gestellt und mehrere Priester inhaftiert.

Zudem hat es katholische Medienangebote geschlossen und diverse katholische Organisationen des Landes verwiesen, darunter die Missionarinnen der Nächstenliebe.

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