Kölner Hochschule für Theologie wehrt sich gegen Kritik, Darstellung in Medien

Professor Christoph Ohly ist Rektor der Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) und dort auch Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht, Religionsrecht und kirchliche Rechtsgeschichte.
Foto: Erzbistum Köln / KHKT

Die Kölner Hochschule für Katholische Theologie (KHKT) hat sich gegen Kritik und verschiedene Darstellungen in den Medien gewehrt. In einer am Freitag vom Erzbistum Köln veröffentlichten Stellungnahme der Hochschule heißt es, man distanziere sich "von der politisch motivierten Benennung als 'Woelki-Hochschule'", da die KHKT "die fast hundertjährige Tradition der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Augustin der Steyler Missionare (PTH)" fortsetze.

2020 hatte das Erzbistum Köln die Hochschule übernommen, nachdem der Orden sie nicht mehr tragen konnte. Der Standort der sodann umbenannten Hochschule wurde 2021 von St. Augustin nach Köln verlegt.

Die Finanzierung der KHKT erfolgt derzeit über ein Sondervermögen, über das Kardinal Rainer Maria Woelki selbst verfügen kann. Diese Situation hatte immer wieder Anlass zur Kritik geboten. Noch in diesem Jahr soll aber ein anderes Konzept vorgestellt werden.

Außerdem wurde die KHKT von manchen Beobachtern als überflüssig dargestellt, weil es im Erzbistum Köln an der Universität Bonn schon eine theologische Fakultät gebe. Kritik gab es auch an einer möglichen Verlegung der Priesterausbildung an die KHKT, weil dies einen Konkordatsbruch darstelle. Das weiterhin gültige Preußenkonkordat von 1929 schreibe vor, dass die Priesterausbildung an der Universität Bonn stattfinden müsse.

Demgegenüber erklärte die KHKT in der jüngsten Stellungnahme: "Viele Hochschulen in privater Trägerschaft beleben und bereichern die Landschaft von Forschung und Lehre in Nordrhein-Westfalen und in der Bundesrepublik Deutschland. Wir sehen uns hier in guter Gesellschaft mit hervorragenden Kolleginnen und Kollegen vieler Fachbereiche."

"Die Vielfalt von theologischen Fakultäten und Hochschulen bereichert die Qualität von Forschung und Lehre", hieß es weiter. "Sie mit Blick auf divergierende Positionen beschneiden zu wollen, widerspricht unserem Verständnis von Wissenschaftsfreiheit und Dialogoffenheit. Zudem unterstützen wir das Prinzip, dass jeder Mensch sich in Freiheit für seinen Studienort entscheiden darf."

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