Missbrauchsvorwurf: Erzbistum Freiburg beurlaubt Geistlichen

Freiburg: Altstadt mit Münster und Schönberg
Foto: Andreas Schwarzkopf / Wikimedia (CC BY-SA 4.0)

Gegen einen weiteren Geistlichen aus der Erzdiözese eine Anzeige wegen "Grenzverletzungen und sexuellen Missbrauchs" erstattet worden.

Das teilte das Erzbistum am heutigen 24. Juli mit.

"Der Vorwurf bezieht sich auf einen Fall in den 90er Jahren. In Abstimmung mit dem Opfer hat das Erzbischöfliche Ordinariat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet. Parallel wird gegen den Priester ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet", so Mitteilung.

Für die Dauer der Verfahren ist dem beschuldigten Geistlichen die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt worden, heißt es. Vor einem möglichen erneuten Einsatz in der Seelsorge sehen die geltenden Bestimmungen zudem vor, sich einer psychiatrischen Begutachtung zu unterziehen.

"Der Leitung der Erzdiözese ist bewusst, dass ihr konsequentes Handeln, das vor Ort zu einer Vakanz führt, für die betroffene Gemeinde eine überraschende und schockierende Nachricht darstellt. Eine Alternative dazu gibt es aber nicht."

Mit Blick auf sämtliche Opfer sexuellen Missbrauches bitte das Ordinariat zudem darum, Spekulationen und Vermutungen zu vermeiden. 

Das Erzbischöfliche Ordinariat nehme alle derartigen Anzeigen sehr ernst und ergreife alle notwendigen rechtlichen Schritte, inklusive Einschaltung der Behörden, betont die Mitteilung.

Externen Missbrauchsbeauftragte der Erzdiözese überprüfen alle Vorwürfe, informieren die Betroffenen sexueller Gewalt über ihre Rechte und stehen diesen zur Seite.

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