Mitpatienten ermordet, weil er betete? Mann wegen antireligiösem Hass angeklagt

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Foto: ArtOlympic/Shutterstock.

Ein Mann, der einen Mitpatienten in mit einer Sauerstoff-Flasche im Krankenhaus todgeprügelt hat, wird am 31. Dezember wegen Mordes, Misshandlung älterer Menschen und religiös motivierter Hassverbrechen angeklagt werden.

Der mutmaßliche Täter, Jesse M., verübte die Tat am 17. Dezember im "Antelope Valley Hospital" von Lancaster, einem Vorort von Los Angeles, berichtet die "Catholic News Agency" (CNA). 

Das Opfer, David Hernandez-Garcia, ein 82-jähriger Katholik, war wegen einer COVID-19-Infektion in einem Zwei-Personen-Zimmer im Krankenhaus untergebracht. Sein Mitbewohner wurde ebenfalls wegen seiner Coronavirus-Infektion behandelt.

Nach Angaben des Los Angeles County Sheriff's Department befand wurde der mutmaßliche Mörder wütend, als das Opfer zu beten begann.

"Daraufhin schlug er das Opfer mit einer Sauerstoffflasche. Das Opfer erlag seinen Verletzungen und wurde am 18. Dezember 2020 um ca. 10:20 Uhr für verstorben erklärt. Das Opfer und der Verdächtige kannten sich nicht", so die Polizei.

Der mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort von Krankenhauspersonal ruhiggestellt und der Polizei übergeben. Die Klinik konnte nach eigenen Angaben nicht die Tat verhindern. Aufgrund der Pandemie sei das Krankenhaus "drastisch unterbesetzt". Das medizinische Personal arbeite am Rand der völligen Erschöpfung.

Im Fall eines Schuldspruchs droht Jesse M. eine lebenslange Haft.

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