Mutmaßlicher Mörder von Pater Olivier Maire soll 2016 Papst Franziskus getroffen haben

Ein Mann, der von der französischen Zeitung "La Croix" als Emmanuel Abayisenga identifiziert wurde, begrüßt am 11. November 2016 Papst Franziskus in der Audienzhalle des Vatkans.
Foto: Vatican Media

Ein ruandischer Mann, der sich Berichten zufolge nach der Ermordung eines Priesters am Montag der Polizei gestellt hat, traf sich 2016 mit Papst Franziskus, melden französische katholische Medien.

Der Verdächtige, der von den Medien als Emmanuel A., 40, identifiziert wurde, ist auch der Hauptverdächtige bei einem Brandanschlag auf die Kathedrale in Nantes, Nordwestfrankreich, im Juli 2020.

Bei dem Ermordeten handelt es sich um Pater Olivier Maire, 61, den französischen Provinzoberen der Montfort-Missionare (Gesellschaft Mariens). Sein Tod wurde am 9. August vom französischen Innenminister Gérald Darmanin bekannt gegeben.

Die französische Bischofskonferenz und die Konferenz der Ordensleute Frankreichs erklärten in einer gemeinsamen Erklärung, dass der Verdächtige zum Zeitpunkt des Mordes "bei Pater Olivier Maire" in Saint-Laurent-sur-Sèvre, einer Gemeinde im Departement Vendée, wohnte.

Ein am 11. November 2016 aufgenommenes Foto, das von der französischen katholischen Zeitung La Croix am 15. Juli veröffentlicht wurde, zeigte einen Mann, der als Emmanuel A. identifiziert wurde, bei der Begrüßung von Papst Franziskus während einer Audienz mit sozial ausgegrenzten Menschen im Vatikan.

La Croix bestätigte im Bericht vom 9. August über die Ermordung von Pater Maire, dass Emmanuel A. "2016 in Rom Papst Franziskus getroffen hat".

Dies würde bedeuten, dass der Papst den mutmaßlichen Mörder während des Treffens zum Europäischen "Festivals der Freude und Barmherzigkeit" in der Audienzhalle des Vatikans getroffen hat.

Diese Veranstaltung "für sozial ausgegrenzte Menschen" wurde von der französischen Organisation Fratello im Rahmen des "Jahres der Barmherzigkeit" abgehalten. Rund 3.600 Menschen nahmen daran teil, darunter viele aus Frankreich, Polen und Rom.

Nach Angaben von La Croix reiste Emmanuel A. mit einer Gruppe aus Nantes nach Rom. Nach seiner Ankunft in der Stadt im Jahr 2012 sei er von der örtlichen christlichen Gemeinschaft betreut worden, so die katholische Zeitung.

Während des Treffens bezog sich Papst Franziskus auf eine Rede eines anderen Mitglieds der Gruppe, das aus Nantes angereist war.

"Ich war beeindruckt von der Beharrlichkeit, mit der Christian das Wort 'Frieden' verwendete", sagte der Papst. "Und dann sprach er von dem Frieden und der Freude, die er erlebte, als er begann, im Chor von Nantes mitzuwirken."

Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.

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