Nach Ermordung eines weiteren Priesters: Bischöfe Mexikos fordern Gerechtigkeit

Detail eines Kruzifixes
Foto: Flickr / Erik Maldre (CC BY 2.0)
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Die Bischöfe Mexikos haben nach dem Mord an Pfarrer José Martín Guzmán Vega, einem Priester in Matamoros, zum Gebet aufgerufen und Gerechtigkeit gefordert.

Pater Guzmán Vega wurde in der Nacht zum 22. August in der Pfarrei Christus, König des Friedens, in Matamoros erstochen. Die Gemeinde befindet sich an der Grenze zu Texas.

"Wir drücken unsere Solidarität aus und bieten seinen Verwandten, Freunden und Laien der geliebten Diözese Matamoros eine Umarmung des Glaubens an", so eine Erklärung der mexikanischen Bischofskonferenz am 23. August.

"Durch unseren Glauben wissen wir, dass der Tod nicht das Ende ist, und dass die Liebe den Tod zerstört, denn Hoffnung ist der Sieg über die Verzweiflung."

Die mexikanischen Bischöfe äußerten sich zuversichtlich, dass die Behörden den Tathergang des Mordes ermitteln und ein juristisches Verfahren einleiten werden.

Die Bischöfe bezeichneten den Tod von Pater Guzmán Vega als Ausdruck der Gewalt, die ein anhaltendes Problem in der mexikanischen Gesellschaft sei.

Das "Catholic Multimedia Center", das ein Verzeichnis der Morde und Angriffe auf Priester in Mexiko führt, sagte, dass der Angriff "auf die lange Liste der in den letzten Jahren ermordeten Ordensleute und Priester gehört".

"Der Tod von Pater José Martín bringt die Zahl der in den Jahren 2012 bis 2019 getöteten Priester auf 27.... Allein in diesem Jahr wurden bereits mehrere Vorfälle gegen Priester und Ordensleute verzeichnet, wie z.B. der Fall eines angeschossenen und verwundeten Priesters in Cuernavaca (Morelos) sowie Todesdrohungen gegen mehrere Priester in und um die Gegend von Veracruz."

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