Neue Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs durch Priester in Argentinien

Priester
Foto: Flickr Lennart Takanen (CC-BY-NC-ND-20)
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Die Erzdiözese Paraná ermittelt wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen einen kolumbianischen Priester. Das teilte das argentinische Bistum am 11. September mit. Nicht nur die Kirche ermittelt: Gegen den mutmaßlichen Täter liegt auch ein internationaler Haftbefehl vor.

Pater Hubeimar Rua, Mitglied der Priestervereinigung Cruzada del Espiritu Santo ("Kreuzzug des Heiligen Geistes"), arbeitete in der Pfarrei des Hl. Evangelisten Johannes, in der Gemeinde Lucas González.

Es handelt sich dabei um die gleiche Pfarrei, in der auch Juan Escobar Gaviria als Priester tätig war, der wegen Kindesmissbrauchs zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Die Anklage gegen Pater Rua wurde am 11. September von Mariano Navarro eingereicht, dem gleichen Anwalt wie im Fall von Pater Escobar Gaviriat: Der Ankläger von Pater Rua war ebenfalls Opfer von Pater Gaviria gewesen.

Laut Angaben des Anwalts wussten beide Priester, was mit dem Opfer geschah. "Wenn diese Annahme bewiesen werden sollte, dann geht es hier um eine Angelegenheit schrecklicher Triebhaftigkeit und schwerwiegender Korruption" so Navarro zum Sender "El Once".

Derweil unterstrich die Erzdiözese Paraná ihre Bereitschaft, mit der Justiz zusammen zu arbeiten, und " jede nur mögliche Mithilfe anzubieten, die der Wahrheitsfindung angesichts dieser Anklagen und der Anwendung der entsprechenden Gesetze dient."

Das Bistum betonte: "Wir bekräftigen unsere Ablehnung jeglicher Tat oder Verhaltensweise, die irgendeine Art von Missbrauch gegen Personen beinhaltet, vor allem gegen Minderjährige." Opfern biete man, wenn gewünscht, eine bestmögliche Begleitung an, um ihnen zu helfen.

Übersetzt aus dem Spanischen von Susanne Finner.

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