Papst besucht im September Eucharistischen Kongress in Budapest

Die St.-Stephans-Basilika in Budapest
Foto: rzsuzsu / Wikimedia (CC BY-SA 2.5-hu)

Der Internationale Eucharistische Kongress in Budapest wird im September mit einem 1.000-köpfigen Chor und einer "riesigen" Anzahl von Erstkommunionen eröffnet, so die Catholic News Agency (CNA).

Bei einer Pressekonferenz am 13. Mai in der ungarischen Hauptstadt betonten die Veranstalter die Bedeutung der Entscheidung von Papst Franziskus, die Abschlussmesse auf dem Heldenplatz der Stadt zu feiern.

Der Kongress sollte ursprünglich im Jahr 2020 stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Krise auf 2021 verschoben.

"Der Besuch des Heiligen Vaters sendet eine starke Botschaft, da es 21 Jahre her ist, dass der oberste Pontifex, damals Papst Johannes Paul II., zuletzt an einem Internationalen Eucharistischen Kongress teilnahm – in Rom", hieß es in einer Presseerklärung.

"Der Heilige Stuhl wird bei solchen weltweiten Veranstaltungen gewöhnlich durch den Apostolischen Nuntius oder Legaten vertreten, und der Papst wendet sich in der Regel in Videobotschaften an die Pilger."

Der Kongress beginnt am Sonntag, 5. September, um 15 Uhr auf dem Heldenplatz mit einer Eröffnungszeremonie, zu der auch ein Auftritt eines Chors von 1.000 Sängern gehört.

Die Eröffnungsmesse wird dann vom päpstlichen Legaten um 16 Uhr auf dem Platz zelebriert, der die nationalen Führer Ungarns ehrt. Die Messe soll von Schülern der katholischen Schulen Ungarns besucht werden.

Die Organisatoren sagten, "eine große Anzahl von ihnen" von ihnen werde an der Erstkommunion teilnehmen.

Am Montag, 6. September, beginnen fünf Tage voller Veranstaltungen am Hauptveranstaltungsort des Kongresses, Hungexpo.

Das Programm der Veranstaltung listet Kardinäle aus fünf Kontinenten als Leiter von Morgengebeten, Katechesen, Zeugnissen und Workshops auf.

Zu den Rednern gehören der burmesische Kardinal Charles Maung Bo, der pensionierte Kurienkardinal Robert Sarah, der irakische Kardinal Louis Raphaël Sako, der indische Kardinal Oswald Gracias, der nigerianische Kardinal John Onaiyekan und der kanadische Kardinal Gérald Lacroix.

Laut den Organisatoren ist Erzbischof José Palma von Cebu, der von den Philippinen einfliegen wird, der Redner mit der weitesten Anreise.

Ungarn hat eine Bevölkerung von 9,8 Millionen Menschen, von denen 62% katholisch sind. Das Land, das an Österreich, Serbien, Kroatien, Slowenien, Rumänien, die Ukraine und die Slowakei grenzt, war zuletzt 1938 Gastgeber des Eucharistischen Kongresses.

Rund um den Kongress wird es noch eine ganze Reihe weiterer Veranstaltungen geben. Ein theologisches Symposium findet vom 2. bis 4. September in Esztergom statt, einer Stadt in Norden des Landes, die der Sitz des Primas von Ungarn ist.

Am 4. September findet in der Budapester Synagoge in der Dohány-Straße ein Konzert statt, das den jüdisch-christlichen Dialog feiert. Eine Reihe von Abendkonzerten wird während des gesamten Kongresses durchgeführt.

Die Organisatoren hoben die Premiere einer Messvertonung in der Sprache der Roma während einer Messe in der St.-Stephans-Basilika hervor. Die Messvertonung wurde von dem jungen Komponisten Patrik Gergő Oláh geschaffen. Das traditionell nomadisch lebende Volk der Roma ist die größte Minderheit in Ungarn.

In Zusammenarbeit mit "Ungarn hilft", dem humanitären Hilfsprogramm des Landes für verfolgte Christen, und dem Ungarischen Nationalmuseum wird außerdem eine Ausstellung zum Thema Christenverfolgung eröffnet.

Die werktäglichen Veranstaltungen im Kongresszentrum Hungexpo laufen auf das Wochenende vom 11. bis 12. September hin, die letzten beiden Tage des Kongresses.

Am Samstag wird Kardinal Péter Erdő von Esztergom-Budapest eine Messe auf dem Kossuth-Platz feiern, wo sich das spektakuläre ungarische Parlamentsgebäude befindet, gefolgt von einer Lichterprozession zum Heldenplatz.

Der Kardinal sagte im Februar gegenüber CNA, er sei überzeugt, dass der Kongress "ein großes Zeichen der Hoffnung für die Katholiken in aller Welt" nach der Corona-Krise sein werde.

Papst Franziskus ist als Hauptzelebrant der Abschlussmesse auf dem Heldenplatz am 12. September um 11:30 Uhr vorgesehen.

"Neben dem 120-köpfigen Orchester der Ungarischen Oper werden auch der Chor der Oper und ein großer Chor mit 2.080 Sängern, die aus allen Ecken Ungarns anreisen, zu den Mitwirkenden gehören", so die Organisatoren.

sgsgd

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