Papst entlässt Gründer des "Miles Christi"-Instituts aus dem Klerikerstand

Ein Bildungshaus des Instituts "Miles Christi" in San José de Luján, Argentinien.
Foto: Institut "Miles Christi"

Papst Franziskus hat den argentinischen Priester Roberto Juan Yannuzzi, Gründer und Leiter des Instituts Miles Christi ("Soldat Christi"), aus dem kirchlichen Staat entlassen.

Der Orden hat Standorte in Italien, Argentinien sowie Mexiko und den USA.

Erzbischof Víctor Manuel Fernández von La Plata, Argentinien, wo das Institut gegründet wurde, teilte in einer Erklärung vom 2. Februar mit, dass Papst Franziskus die Entscheidung getroffen habe, weil Yannuzzi "wegen Verstößen gegen das Sechste Gebot mit Erwachsenen, der Absolution des Komplizen sowie des Amtsmissbrauchs für schuldig befunden wurde".

Yanuzzi habe männliche, erwachsene Mitglieder des von ihm gegründeten Institutes missbraucht, so die Erklärung.  Das Erzbistum habe Rom am 11. März 2019 informiert, und einen vollständigen Bericht an die Glaubenskongregation geschickt.

Die Entlassung aus dem Klerikerstand bedeute, dass Yannuzzi das priesterliche Amt weder öffentlich noch privat in irgendeiner Weise mehr ausüben könne, so die Erklärung weiter. Es sei ihm auch verboten, in Seminaren oder anderen Bildungszentren unter kirchlicher Autorität zu unterrichten.

Das Institut "Miles Christi" wurde 1994 in der argentinischen Erzdiözese La Plata gegründet. Die Gemeinschaft besteht aus Priestern, Koadjutor-Brüdern, geweihten Frauen und Laienmitarbeitern.

Laut ihrer Website ist die Heiligkeit die Mission der "Miles Christi" – besonders die Heiligung junger Laienchristen. Das Apostolat des Instituts konzentriere sich auf die geistliche Leitung, indem es die ignatianische und andere Exerzitien anbietet, Lager Kurse und Konferenzen organisiert.

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