Papst Franziskus erinnert an das Gebot der Nächstenliebe

Papst Franziskus beim Regina Coeli, dem Gebet, das in der Osterzeit den Engel des Herrn ablöst.
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

An das Gebot der Nächstenliebe - das auch für Feinde gilt - hat Papst Franziskus die Katholiken beim Gebet "Freu Dich, Du Himmelskönigin" am heutigen Sonntag erinnert.

Die Nächstenliebe wird um der Liebe Gottes willen gezeigt. Es gehe also um die grenzenlose Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen, so der Papst.

"Liebt einander, wie ich euch geliebt habe… Das Neue an diesem Gebot, das sich schon im Alten Testament findet, besteht in der Liebe Christi. Einer Liebe, mit der er sein Leben für uns hingegeben hat."

Das gelte auch dann, wenn es sich beim Nächsten um einen Feind handelt, betonte Franziskus in seiner Ansprache vor dem Gebet zur Menge auf dem Petersplatz am 19. Mai.

Jeder sollte sich einmal selbst innerlich fragen, fuhr Franziskus fort, ob er bereit ist, seine Feinde ebenfalls zu lieben.

"Wir kennen alle jemanden, die nicht mit uns einverstanden sind oder die uns Übles antun. Bin ich fähig, diese Frau, diesen Mann zu lieben, der mir Schlechtes zugefügt hat? Das möge jeder in seinem Herzen beantworten."

Auch an den 75. Jahrestag der Schlacht von Montecassino erinnerte Papst Franziskus an diesem Sonntag in seinem Grußwort begrüßte Pfadfinder sowie den Militärbischof und Offiziere aus Polen, die am Samstag an Gedenkfeiern in Montecassino teilgenommen hatten.

Die 1.500 Jahre alte, vom heiligen Benedikt von Nursia gegründete Abtei wurde durch einen alliierten Luftangriff völlig zerstört. Bei der Schlacht starben insgesamt 70.000 Soldaten aus 13 Nationen.

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