Papst Franziskus: Abtreibung ist wie Auftragsmord

Papst Franziskus küsst ein Kind bei der Generalaudienz am 10. Oktober 2018
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Du sollst nicht töten: Über das fünfte Gebot hat Papst Franziskus am heutigen Mittwoch in seiner Reihe von Katechesen zur Generalaudienz gesprochen. Dabei nahm der Pontifex kein Blatt vor den Mund, um das Übel der Tötung ungeborenen Lebens zu beschreiben. 

Franziskus sagte den auf dem Petersplatz versammelten Pilgern und Gläubigen, nur eine "in sich widersprüchliche Denkweise" könne die Abtreibung ungeborener Kinder "im Namen des Schutzes anderer Rechte" erlauben. 

"Aber wie kann denn ein Akt, der unschuldiges und wehrloses Leben in seinem Entstehen unterdrückt, therapeutisch, vernünftig oder auch nur menschlich sein? Ich frage euch: Ist es gerecht, ein menschliches Leben zu beenden, um ein Problem zu lösen? Oder ist es gerecht, einen Killer auf jemanden anzusetzen, um ein Problem zu lösen? Das geht nicht! Man darf kein menschliches Leben beenden, auch kein kleines, um ein Problem zu lösen. Das ist so, als ob man einen Killer bezahlen würde, um ein Problem zu lösen…"

Praktisch alles Böse in der Welt rühre aus der "Missachtung des Lebens", betonte der Papst. "Das Leben wird durch Kriege angegriffen, durch Ausbeutung – darüber lesen wir ja ständig in den Zeitungen –, durch Spekulation, durch die Wegwerfkultur, durch alle Systeme, die die menschliche Existenz Opportunitätskriterien unterwerfen, während eine skandalös hohe Zahl an Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen lebt. Das ist Missachtung des Lebens, also in gewisser Hinsicht: töten."

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