Papst Franziskus betet für Todesopfer in Ecuador, ruft zur Demut auf

Papst Franziskus beim Angelus
Foto: Vatican Media / CNA Deutsch

"Der Herr ist nicht über die entrüstet, die mit ihm streiten, sondern über die, die ihm die Kinder wegnehmen, um ihn von seiner Last zu befreien. Warum?" Diese Frage war der Ausgangspunkt für die Meditation von Papst Franziskus heute vor dem Angelusgebet.

Jesus identifiziert sich mit den Kleinen, so der Papst am 3. Oktober in seiner Ansprache zum traditionellen Mittagsgebet der Katholiken. "Wer Gott sucht, findet ihn bei den Kleinen, den Bedürftigen: nicht nur derer, die arm an Gütern sind, sondern auch allen, die Fürsorge und Trost brauchen, sowie bei den Kranken, den Gedemütigten, den Gefangenen, den Einwanderern. Dort ist ER da", sagte der Papst.

"Deshalb ist Jesus entrüstet: Jede Beleidigung, die einem Kleinen, einem Armen, einem Wehrlosen angetan wird, wird ihm angetan".

Franziskus fuhr fort: "Zu wissen, dass wir klein sind, zu wissen, dass wir des Heils bedürfen, ist unerlässlich, um den Herrn zu empfangen. Das ist der erste Schritt, um uns für ihn zu öffnen. Oft vergessen wir dies jedoch".

Und der Papst fügte hinzu: "Wenn wir uns klein fühlen angesichts eines Problems, eines Kreuzes, einer Krankheit, wenn wir Müdigkeit und Einsamkeit empfinden, dann lassen wir uns nicht entmutigen. Die Maske der Oberflächlichkeit fällt und unsere radikale Zerbrechlichkeit kommt wieder zum Vorschein" und "in der Zerbrechlichkeit entdecken wir, wie sehr Gott sich um uns sorgt".

Nach dem Angelus gedachte der Papst der Tragödie im Gefängnis von Guayaquil in Ecuador mit über 100 Toten.

"Eine schreckliche Explosion der Gewalt unter Inhaftierten, die rivalisierenden Banden angehörten, hat mehr als 100 Tote und viele Verletzte gefordert. Ich bete für sie und ihre Familien. Möge uns Gott von diesem Krebsgeschwür der Kriminalität heilen, das die ärmsten versklavt. Möge Gott allen beistehen, die sich täglich dafür einsetzen, das Leben in den Gefängnissen menschlicher zu machen."  

Franziskus betete auch für ein Ende der Gewalt in Burma: "Ich möchte gern Gott gegenüber meine Friedensbitte für das geliebte Myanmar erneuern. Auf dass die Menschen dort nicht mehr Tränen des Schmerzes und der Trauer für Tote trocknen müssen, sondern sich umarmen, um gemeinsam die Schwierigkeiten zu überwinden und gemeinsam für Frieden arbeiten."

Abschließend betete Franziskus: "Bitten wir heute die Jungfrau Maria um eine große Gnade, die Gnade der Kleinheit: Kinder zu sein, die dem Vater vertrauen, in der Gewissheit, dass er nicht säumt, für uns zu sorgen."

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