Papst Franziskus bittet Ordensschwestern, für ihn zu beten

Papst Franziskus am 22. Oktober 2021 in Rom mit den Salesianerinnen
Foto: Vatican Media

Papst Franziskus besuchte am Freitag die Töchter von Maria, der Helferin der Christen, und bat die Ordensschwestern, für ihn zu beten, während sie ihre Mission im Dienst an der Jugend und den Armen erfüllen.

"Ich danke euch dafür, wer ihr seid und was ihr tut. Ich bin euch im Gebet nahe und ich segne euch und alle eure Schwestern in der Welt", sagte Papst Franziskus am 22. Oktober zu den Salesianerinnen.

"Und ich bitte euch, für mich zu beten; es ist nicht leicht, Papst zu sein!"

Papst Franziskus verbrachte den Vormittag im Generalhaus der Salesianerinnen vom heiligen Johannes Bosco, wie sie allgemein genannt werden. Er ermutigte die Schwestern, die selige Jungfrau Maria nachzuahmen, die "immer auf Jesus hinweist".

"Die Offenheit für den Heiligen Geist befähigt euch, in eurem Engagement als generative Gemeinschaften in eurem Dienst an den jungen und armen Menschen nicht nachzulassen", sagte Papst Franziskus.

"Es sind missionarische Gemeinschaften, die mit der Leidenschaft der ersten Töchter von Maria, der Helferin der Christen, hinausgehen, um das Evangelium in den Randgebieten zu verkünden."

Die Ordensgemeinschaft, die 1872 vom heiligen Johannes Bosco und der heiligen Maria Mazzarello gegründet wurde, ist laut ihrer Website mit 11.000 Schwestern in 97 Ländern zur größten Ordensfrauenkongregation der Welt geworden.

Papst Franziskus ermutigte die Schwestern, sich dafür einzusetzen, dass ihr Gemeinschaftsleben generationenübergreifend ist, so dass die Älteren nie ganz von den Jüngeren getrennt sind.

"Es ist wahr, dass alte Menschen manchmal ein wenig launisch werden können - so sind wir - und die Fehler im Alter sind sichtbarer, aber es ist auch wahr, dass die Älteren diese Weisheit haben, diese große Lebensweisheit: die Weisheit der Treue, in der eigenen Berufung alt zu werden", sagte der Papst.

"Ja, es wird Heime für alte Menschen geben, die kein normales Leben führen können, die bettlägerig sind, ... aber ich gehe immer wieder dorthin, um die alten Menschen zu besuchen, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Sie sind der Schatz der Geschichte", fügte er hinzu.

Papst Franziskus erzählte eine Geschichte aus dem Leben der heiligen Therese von Lisieux, die in ihrer Autobiographie "Die Geschichte einer Seele" festgehalten ist.

Der Papst sagte: "Die Erfahrung der heiligen Therese vom Kinde Jesu, die eine alte Nonne begleitete, die kaum noch gehen konnte, hat mir sehr geholfen."

"Die arme alte Frau, die ein wenig neurotisch war, beklagte sich über alles, aber sie [die heilige Therese] schaute sie mit Liebe an", sagte er.

"Und einmal, auf dem Weg vom Heiligtum zum Refektorium, hörte man ein Geräusch von draußen ... in der Nähe war eine Party. Und die kleine Therese sagte: 'Niemals werde ich dies gegen jenes tauschen. Sie verstand die Größe ihrer Berufung."

Die Salesianerinnen haben ihr 24. Generalkapitel vom 11. September bis 24. Oktober in Rom abgehalten: "Gemeinschaften, die im Herzen der heutigen Welt Leben schaffen".

Papst Franziskus forderte die Kongregation auf, mit Enthusiasmus voranzugehen, begleitet von der Jungfrau Maria, auf dem Weg, den der Heilige Geist vorschlägt, mit einem wachen Auge, um die Bedürfnisse der Welt zu erkennen.

Er bat die Schwestern, "ein offenes Herz zu haben, um die Eingebungen der Gnade Gottes aufzunehmen ... und ein Herz, das immer in der Liebe zum Herrn ist".

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Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.