Papst Franziskus: Gott ist gekommen, um uns persönlich zu besuchen

Papst Franziskus im Petersdom
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Zum Bibelsonntag hat Papst Franziskus über das Wort Gottes gepredigt und alle Katholiken aufgerufen, sich zu bekehren und täglich in der Bibel zu lesen.

Die Heilige Schrift ist ein Wort, "das nicht von Dingen spricht, sondern vom Leben", erklärte der Pontifex in seiner Predigt im Petersdom am 26. Januar 2020. 

"Liebe Brüder und Schwestern, geben wir dem Wort Gottes Raum! Lesen wir täglich einige Verse der Bibel. Beginnen wir beim Evangelium: Lassen wir es offen auf dem Nachttisch liegen, tragen wir es in der Tasche mit uns, öffnen wir es auf dem Handy, lassen wir zu, dass es uns jeden Tag inspiriert."

Wer täglich einige Verse der Heiligen Schrift lese, der entdecke auch, "dass Gott uns nahe ist, dass er unser Dunkel hell macht, dass er unser Leben in Liebe hinaus ins Weite führt", fuhr Franziskus fort.

Und die Botschaft der Bibel? 

Die Lesung aus dem Neuen Testament zum heutigen Sonntag nahm der Papst zum Anlass, seine Zuhörer an den Ruf Jesu zur Umkehr zu erinnern.

"Heute wie damals möchte Gott die Orte aufsuchen, von denen wir meinen, dass er nicht hinkommt. Wie oft sind es hingegen wir, die wir die Tür schließen und lieber unser Durcheinander, unsere Undurchsichtigkeit und Falschheit verborgen halten." 

Statt sich "verstecken" zu wollen, sollten Christen auf das Wort Gottes hören und ihr Leben ändern, betonte der Papst.

"Ändert euer Leben, weil eine neue Art und Weise zu leben begonnen hat: Die Zeit, für sich selbst zu leben, ist zu Ende; die Zeit, mit Gott und für Gott, mit den anderen und für die anderen, in Liebe und für die Liebe zu leben, hat begonnen."

Wie einen "Liebesbrief" sollten Katholiken auf Sein Wort hören, betonte der Papst am heutigen Sonntag. Dazu gehöre auch die Verkündigung des "heilbringenden" Wortes Gottes in heidnischen Ländern.

Der Papst sagte laut dem vom Vatikan veröffentlichten Predigttext: "Das heidnische Galiläa: Das Gebiet, wo Jesus zu verkünden begann, wurde so genannt, weil es von verschiedenen Nationen bewohnt wurde und ein Gemisch von Völkern, Sprachen und Kulturen darstellte".

Es sei gewiss nicht der Ort, wo "die religiöse Reinheit des auserwählten Volkes anzutreffen war", so der Papst. "Und doch begann Jesus von dort aus zu verkünden – nicht vom Hof des Tempels in Jerusalem, sondern vom entgegengesetzten Teil des Landes aus, vom heidnischen Galiläa, von einem Ort an der Grenze, von einem Randgebiet aus".

Dort habe Jesus aus den einfachen Fischern "Menschenfischer" gemacht, fuhr Franziskus fort, und betonte:

"Um Jesus nachzufolgen, reichen nicht die guten Einsätze; vielmehr muss man jeden Tag auf seinen Ruf hören. Nur er, der uns kennt und bis zum Äußersten liebt, lässt uns auf die offene See des Lebens hinausfahren. So wie er es mit diesen Jüngern gemacht hat, die auf ihn gehört haben." 

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