Papst Franziskus: Von Gott verblüffen lassen

"Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft": Papst Franziskus beim Gebet des Angelus aus dem Fenster des Apostolischen Palastes
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Mit Blick auf Johannes den Täufer hat Papst Franziskus in seiner Ansprache zum Angelus dazu aufgerufen, Jesus "immer aufs Neueste" kennenzulernen – so wie dies jedes Mal in der heiligen Messe geschehe. 

So wie Johannes der Täufer sollte sich der Katholik auch heute von der "beispiellosen Neuheit" Gottes verblüffen lassen. Das sagte der Pontifex am 19. Januar vom Fenster des Apostolischen Palastes zum traditionellen Mittagsgebet der Katholiken.

Die Offenbarung Jesu bei dessen Taufe war dabei zentrales Thema. "Tatsächlich wurde er nach seiner Taufe im Jordan vom Heiligen Geist überschattet, der auf ihm ruhte und durch die Stimme des himmlischen Vaters als Sohn Gottes verkündet", so der Papst. 

So war Jesus "der erste Zeuge Christi. Gott hatte ihn dazu berufen und ihn darauf vorbereitet", fuhr Franziskus mit Blick auf das Evangelium nach Johannes fort.

Der Täufer Jesu habe indessen die "schockierende Neuheit" des Geschehens der Offenbarung erkannt und habe dies nicht zurückhalten, für sich behalten können, sondern erklärt: "Das habe ich gesehen. Das ist der Sohn Gottes."

"In der Tat, während es in allen Religionen der Mensch ist, der Gott etwas anbietet und opfert, ist es in diesem Fall so, dass es Gott ist, der seinen Sohn zur Rettung der Menschheit hingibt".

Von Johannes dem Täufer sei diese Erkenntnis und der Umgang damit zu leben, fuhr Franziskus am heutigen Sonntag fort.

Für die Gläubigen, Pilger und Touristen auf dem Petersplatz hatte der Papst dabei ein konkretes Anliegen:

"Betrachten wir Gott mit den Augen aber noch mehr mit dem Herzen; und lassen wir uns vom Heiligen Geist belehren, der uns im Innern sagt: Er ist es! Er ist der Sohn Gottes der zum Opferlamm wurde, aus Liebe geopfert. Er allein hat die Sünde der Welt und auch meine Sünden getragen, gelitten und gesühnt. Alle Sünden nahm er auf sich selbst und nahm sie von uns weg, damit wir endlich frei sind, nicht länger Sklaven des Bösen."

Mit der Bitte um die Fürsorge Marias schloss der Papst seine Ansprache, und dem Aufruf, ihren Sohn "mit Freude zu verkünden, mit einem vom Bösen befreiten Leben und einem Wort voller Glauben, erstaunt und dankbar".

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