Papst Franziskus warnt beim "Regina Coeli" vor dem "Gott des Geldes"

Papst Franziskus winkt Pilgern und Besuchern auf dem Petersplatz zum Gebet des Regina Coeli am Ostermontag, 18. April 2022
Foto: Daniel Ibáñez / CNA Deutsch

Am heutigen Ostermontag hat Papst Franziskus auf dem Petersplatz vor mehreren hundert Gläubigen das "Regina Coeli" gebetet. In seiner Ansprache wiederholte der Pontifex die Aufforderung Jesus Christi "Habt keine Angst" und warnte vor dem "Gott des Geldes", der alles ruiniere.

"Die Tage der Osteroktav sind wie ein einziger Tag, an dem sich die Freude über die Auferstehung verlängert", so Franziskus. Da Jesus den Tod durch die Auferstehung besiegt habe, könne niemand überzeugender sagen als er: "Fürchtet euch nicht".

Um die Angst zu bekämpfen, helfe es, wie die Frauen hinauszugehen und die Auferstehung zu verkünden. "Die Freude an Christus wird durch das Geben gestärkt und durch das Teilen vervielfacht", sagte der Papst, "wenn wir uns öffnen und das Evangelium verkünden, werden unsere Herzen größer und überwinden die Angst.

Gleichzeitig müsse man sich auch vor der "Falschheit" in Acht nehmen, warnte Franzikus. Wörtlich:

"Das Evangelium berichtet von einer 'Gegenverkündigung', nämlich von den Soldaten, die das Grab Jesu bewacht hatten. Sie bekommen 'eine gute Summe Geld' und erhalten folgende Anweisungen: 'Sagt: 'Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen es, als wir schliefen'.' Das ist die Unwahrheit, die Logik des Verschweigens, die der Verkündigung der Wahrheit entgegensteht. Es ist auch für uns eine Mahnung: Falschheit – in Worten und im Leben – verunreinigt die Verkündigung, verdirbt das Innere, führt zurück ins Grab. Der auferstandene Herr hingegen will uns aus den Gräbern der Lüge und der Doppelzüngigkeit herausholen."

Es sei "dieser andere Gott, der Gott des Geldes", vor dem Christen auch heute noch auf der Hut sein müssten. "Der Gott des Geldes ruiniert alles", unterstrich Franziskus.

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