Wer sich Armen verschließt, verschließt sich Gott: Papst Franziskus

Papst Franziskus bei der Generalaudienz am 16. Mail 2016 auf dem Petersplatz. Links im Bild der Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Georg Gänswein.
Foto: CNA/Daniel Ibanez
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Bei strahlendem Sonneschein hat der Papst auf dem Petersplatz daran erinnert, dass vor Gott und im Tod alle Menschen gleich sind – auch jene, die nicht auf der Sonnenseite des Materialismus stehen.

In seiner Katechesen-Reihe zum Jahr der Barmherzigkeit sprach der Heilige Vater vor tausenden Gläubigen darüber, dass, wer die Armen ignoriere, Gott beleidige.

Viele Menschen würden aber wegschauen, wenn sie Benachteiligten begegnen, so Franziskus. Anhand des Gleichnisses vom armen Lazarus und dem reichen Mann aus dem Lukasevangelium (Lk 16,19-31) sprach der Papst darüber, dass nach dem Tod der beiden sich deren vorherige Situation umdrehte: Der vorher arme Lazarus findet sich in Abrahams Schoß wieder, während der reiche Mann in der Unterwelt schrecklich leidet; er bittet Abraham um Erbarmen und Linderung der Qualen. "Doch Abraham sagte zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht." (Lk 16,31)

Der Papst betonte, dass der Reiche verdammt sei, nicht wegen seines Wohlstandes, sondern weil dem armen Lazarus nicht geholfen hatte. "Wenn ich nicht die Türen meines Herzens Armen gegenüber öffne, dann bleibt diese Tür geschlossen, sogar für Gott. Und das ist schrecklich", so Franziskus.

Jeder Christ sei dazu aufgerufen, umzukehren, wie es der reiche Mann im Gleichnis hätte tun sollen. Der Papst schloss mit den Worten: "Liebe Brüder und Schwestern, wenn wir diese Bibelstelle hören, wir alle zusammen mit den Armen dieser Welt, dann können wir mit Maria folgendes singen: Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen."

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