Papst Franziskus zeigt "große Wertschätzung für jüdisches Leben in Deutschland"

Seit 1987 ist Abraham Lehrer Mitglied des Gemeinderats der Synagogen-Gemeinde Köln, seit 1995 ist er Vorstandsmitglied der Synagogen-Gemeinde Köln. Seit 2000 ist er Vorstandsvorsitzender der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Der Leiter eines Software-Unternehmens ist seit 2014 Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.
Foto: Zentralrat der Juden in Deutschland

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland hat anlässlich einer Audienz bei Papst Franzisus am Donnerstag "die aufrichtigen und intensiven Bemühungen des Papstes um ein gutes Verhältnis zum Judentum" gelobt.

Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln und Mitbegründer des Vereins "321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", war Teil einer Delegation von Ministerpräsident Laschet bei einer Privataudienz mit Papst Franziskus.

"Ich freue mich über das große Interesse des Papstes am geplanten Festjahr, das 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland in seiner Gänze und Vielfalt zeigen wird", betonte Lehrer.

Papst Franziskus habe vor drei Jahren zwei Rabbiner zu Mitgliedern der "Päpstlichen Akademie für das Leben" ernannt. "Das ist ein historisches Zeichen", sagte Lehrer, der schon Benedikt XVI. anlässlich des Weltjugendtages 2005 in der Kölner Synagoge empfangen hatte.

"Der Besuch ist ein starkes Zeichen und setzt die langjährige Tradition des Landes NRW mit der jüdischen Gemeinschaft im Lande fort, die auch Ministerpräsident Laschet am Herzen liegt", so Lehrer.

Lehrer übergab dem Oberhaupt der Katholischen Kirche ein Faksimile aus dem "Amsterdam Machsor". Das Original dieses Gedichtes aus der Pessach-Liturgie des jüdischen Gebetsbuches aus dem Jahr 1250 soll im Festjahr ausgestellt werden.

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