Papst verlängert Kardinal O'Malleys Leitung der Kinderschutzkommission

Kardinal Sean O'Malley
Foto: CNA / Petrik Bohumil

Papst Franziskus hat Kardinal Sean O'Malley als Leiter der Päpstlichen Kommission für den Schutz Minderjähriger für eine weitere Amtszeit bestätigt. Das teilte der Vatikan am heutigen Samstag mit. 

Nicht nur der Leiter der Kinderschutzkommission, sondern auch die sieben bisherigen Mitglieder wurden für eine weitere dreijährige Amtszeit berufen, so der Heilige Stuhl. Zudem wurden neun Personen zum ersten Mal ernannt.

Die bisherige Amtszeit war im Dezember 2017 ausgelaufen - seitdem wurde eine Bestätigung neuer wie alter Mitglieder durch den Papst erwartet. 

Die Päpstliche Kommission, angeführt vom - in Sachen Missbrauchsbekämpfung international angesehenen - Erzbischof von Boston berät den Pontifex in Sachen Minderjährigenschutz.

Bisheriges Mitglied, und ebenfalls im Amt bestätigt, ist der deutsche Jesuitenpater Hans Zollner, sowie Dr. Gabriel Dy-Liacco von den Philippinen; Bishof Luis Manuel Alí Herrera aus Kolumbien; Hannah Suchocka aus Polen; Schwester Kayula Lesa, RSC, aus Zambia; Schwester Hermenegild Makoro, CPS, aus Südafrika; and Monsignore Robert Oliver aus den USA.

Die neuen Mitglieder sind:  Benyam Dawit Mezmur aus Äthiopien; Schwester Arina Gonsalves, RJM, aus Indien; Neville Owen aus Australien; Sinalelea Fe’ao aus Tonga; Myriam Wijlens aus den Niederlanden; Ernesto Caffo aus Italien; Schwester Jane Bertelsen, FMDM, aus Großbritannien; Teresa Kettelkamp aus den USA; und Nelson Giovanelli Rosendo Dos Santos aus Brasilien.

In einer Mitteilung vom 17. Februar sagte O'Malley, Papst Franziskus habe viel über die Nominierungen gebetet und nachgedacht. "Die neu ernannten Mitglieder werden zur globalen Perspektive der Kommission auf den Schutz Minderjähriger und schutzbedürftiger Erwachsener beitragen."

Durch die Bestätigung bestehender Mitglieder stelle der Pontifex zudem sicher, dass die Arbeit der Kommission fortgesetzt werden könne, und Kirchen weltweit dabei unterstützt werden, die Sicherheit von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftiger Erwachsener zu gewährleisten.

Die 16-köpfige Kommission besteht nun aus jeweils acht Männern und Frauen mit Expertise zum Schutz vor Missbrauch einbringen, so die Mitteilung weiter. 

"Vertreter mehrerer neuer Länder werden nun ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in die Kommission einbringen", heißt es darin weiter. Die Kommission sei so ein Spiegelbild der globalen Reichweite der Kirche und der Herausforderung, in verschiedenen kulturellen Kontexten einen echten Schutz zu erreichen. 

Zur Kommission gehören auch Opfer sexuellen Missbrauchs sowie Eltern von Opfern. Ob und wie Mitglieder über ihre eigenen Erfahrungen in der Öffentlichkeit sprechen, bleibt aber ihnen überlassen, so die Mitteilung.

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