Polen: Rund 5.000 Teilnehmer beim "Nationalen Marsch für das Leben und die Familie"

Marsch für das Leben und die Familie in Warschau am 19. September 2021
Foto: Family News Service

Aufgrund der geltenden COVID-19-Beschränkungen gab es in diesem Jahr statt der Märsche in über 140 polnischen Städten nur einen in der Hauptstadt: Am 19. September zogen Teilnehmer mit Transparenten, die den Wert des Lebens zum Ausdruck brachten, sowie mit Nationalflaggen und bunten Luftballons, durch die Straßen Warschaus.

"Wir wollen nicht nur ganz Polen, sondern auch der ganzen Welt signalisieren, dass es in Polen Männer gibt, die Verantwortung übernehmen und nicht davor weglaufen", sagte Paweł Ozdoba, Präsident des Zentrums für Leben und Familie, bei der Eröffnung des 16. Nationalen Marsches für Leben und Familie in Warschau. "Die Zahl der Teilnehmer, etwa 5.000, hat die Erwartungen der Organisatoren übertroffen.

Das Motto des diesjährigen Marsches lautete "Papa - sein, führen, schützen". Die Veranstaltung wird vom Zentrum für Leben und Familie in Zusammenarbeit mit dem Christlichen Sozialkongress organisiert. Aufgrund der Pandemie fand der Marsch dieses Jahr nur in Warschau statt.

Am Sonntagmorgen traf der polnische Präsident Andrzej Duda mit den Organisatoren zusammen. Während des Gesprächs erörterten sie unter anderem Postulate, die darauf abzielen, "den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu verstärken".

Vertreter der Kirche sowie der Medien, Schauspieler, Sportler, und Wissenschaftler nahmen nach Angaben der Veranstalter an der Veranstaltung teil. Anwesend waren auch Mitglieder von Gemeinschaften wie den Kolumbus-Rittern und den Rittern von Johannes Paul II. Anschließend wurde um 13 Uhr die Heilige Messe in der Kirche des Heiligen Kreuzes in Warschau gefeiert.

Die Teilnehmer der Veranstaltung wurden von Erzbischof Stanisław Gądecki, dem Vorsitzenden der polnischen Bischofskonferenz, begrüßt. "Ich grüße alle Teilnehmer des Marsches für das Leben und die Familie, der in Warschau unter dem Motto: Papa - sei, führe, beschütze! stattfindet".

Der Marsch unterstütze das Anliegen des seligen Kardinals Wyszyński und der seligen Mutter Czacka, zu zeigen, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat und die Familie das wertvollste Gut der Menschheit ist, schrieb Erzbischof Gądecki auf Twitter.

Ein wichtiger Bezugspunkt für die Organisatoren und Teilnehmer des diesjährigen Marsches war die Lehre des kürzlich seliggesprochenen Kard. Stefan Wyszyński, Primas von Polen, der zusammen mit Mutter Elżbieta Czacka am 12. September selig gesprochen wurde.

Wyszyński war ein großer Verfechter der Würde des menschlichen Lebens, der Ehe und der Familie. "Der Primas des Jahrtausends wurde so oft als 'Vater des Volkes' bezeichnet, daher die Verbindung. Wir wollten zeigen, dass polnische Väter verantwortungsbewusst sind", sagte Paweł Ozdoba, Vorsitzender des Zentrums für Leben und Familie, bei der Eröffnung des Marsches. Er betonte nach Angaben der Veranstalter, dass die Familie und die gesamte Gesellschaft heute Väter braucht, die ihre Rolle ernst nehmen.

Während des Marsches wurde auch die Bedeutung der geistigen Patenschaft für ein gezeugtes Kind hervorgehoben, die ein konkreter Akt der Unterstützung für schwangere Frauen und ihre Angehörigen ist.

Der Marsch am Sonntag war nach Angaben der Veranstalter "eine große Demonstration für das Leben und die Familie".

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