Polizei: Einbruch in Abtei Münsterschwarzach wurde vorgetäuscht

Die Benediktinerabtei Münsterschwarzach in Unterfranken
Foto: Rudolf Gehrig / CNA Deutsch

In der Nacht vom 5. auf den 6. September wurde die Polizei in Unterfranken über einen Einbruch in die Benediktinerabtei Münsterschwarzach informiert. Wie sich mittlerweile herausgestellte, war dieser Einbruch wohl vorgetäuscht.

Im Bericht des Polizeipräsidiums Unterfranken heißt es, dass der vermeintliche Geschädigte zunächst angegeben hatte, dass sich zwei Unbekannte am frühen Montagmorgen (6. September), gegen etwa 03:30 Uhr, über ein Fenster gewaltsam Zutritt zur Küche der Klosterabtei verschafft hätten. Die Täter wären ohne Beute wieder aus dem Gebäudekomplex geflüchtet.

Die Kriminalpolizei Würzburg habe daraufhin noch am Montag vor Ort ihre Ermittlungen aufgenommen. Mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei habe man den Tatort erneut abgesucht. Wörtlich heißt es im Polizeibericht:

"In der Folge ergaben sich anhand der Spurenlage erhebliche Zweifel an der Aussage des Mitteilers. Dieser wurde in der Folge erneut zur Sache vernommen und räumte letztendlich ein, den Einbruch nur erfunden zu haben. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen des Vortäuschens einer Straftat."

Der Evangelische Pressedienst (epd) berichtete gestern, dass es sich bei dem Mann um den Koch der Abtei handelt.

Nach Angaben von Lokalmedien hatte sich der mutmaßliche Täter bereits vor einer Woche den Behörden gestellt. Die Nachrichtenplattform "InFranken" meldete am 13. September, dass sich "eine bei der Abtei tätige Person am Freitag (10. September 2021) bei der Polizei [meldete] und erklärte, dass sie den Einbruch aus persönlichen Motiven nur vorgetäuscht hat". 

CNA Deutsch hat die Abtei am Freitag um eine Stellungnahme gebeten.

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