Rom erkennt von chinesischer Regierung eingesetzte Bischöfe an

Der Kardinalstaatssekretär des Vatikan, Pietro Parolin, am 28. September 2017.
Foto: CNA / Daniel Ibanez
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Nach der Unterzeichnung eines vorläufigen Abkommens zwischen dem Vatikan und China über die Ernennung von Bischöfen hat der Vatikan angekündigt, die sieben Bischöfe anzuerkennen, die gegen den Willen Roms von der chinesischen Regierung eingesetzt wurden.

Die Exkommunikation der sieben Männer ist somit aufgehoben.

Die Entscheidung werde "im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Verkündigung des Evangeliums in China" getroffen, so wörtlich ein Pressebericht des Vatikans.

Die Bischöfe, die nun zur vollen Gemeinschaft mit der Kirche zugelassen werden:

  • Bischof Joseph Guo Jincai von Rehe,
  • Bischof Joseph Huang Bingzhang von Shantou,
  • Bischof Paul Lei Shiyin von Jiading,
  • Bischof Joseph Liu Xinhong von Wuhu, 
  • Metropolit Joseph Ma Yinglin von Kunming,
  • Bischof Joseph Yue Fusheng, apostolischer Verwalter von Harbin und
  • Bischof Vincent Zhan Silu von Funing.

Es wurde auch bekannt gegeben, dass Papst Franziskus - der eigentliche gerade das Baltikum besucht - in China eine neue Diözese gegründet habe. Das Bistum Chengde ist dem Erzbistum Peking zugeordnet; rund 25.000 Katholiken sollen in seinen Grenzen leben, so der Vatikan.

In einer Erklärung teilte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin laut "Vatican News" mit, das Ziel des Abkommens sei "pastoral". 

"Papst Franziskus, wie es seine unmittelbaren Vorgänger auch schon getan haben, schaut mit besonderer Aufmerksamkeit auf das chinesische Volk. Was jetzt gebraucht wird, ist Einheit, ist Vertrauen und ein neuer Impuls."

Es gehe darum "Gute Hirten zu haben, anerkannt vom Nachfolger Petri - vom Papst - und von den legitimen zivilen Behörden", so Parolin.

Er hoffe, dass das Abkommen ein Mittel dafür sein werde.

"Der Papst vertraut der katholischen Gemeinschaft in China - den Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Gläubigen - vor allem die Verpflichtung an, konkrete brüderliche Gesten der Versöhnung untereinander zu machen und so vergangene Missverständnisse, vergangene Spannungen, auch die jüngsten, zu überwinden", so Parolin.

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