Selige Seminaristen und Märtyrer sind Vorbilder für Kirche in der Missbrauchskrise

Papst Franziskus begrüßt Pilger bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 26. Feburar 2014
Foto: Giulio Napolitano
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Papst Franziskus hat neun neue Märtyrer gewürdigt, die an diesem Wochenende seliggesprochen wurden - und sie zu heroischen Vorbildern erklärt.

Der selige Ángel Cuartas Cristóbal und acht weitere Seminaristen wurden inmitten der Verfolgung der Kirche durch den "Roten Terror" während des spanischen Bürgerkriegs in den 1930er Jahren, bei dem mehr als 6.800 Geistliche oder Ordensleute getötet wurden, gemartert.

"Diese jungen angehenden Priester liebten den Herrn so sehr, dass sie ihm auf dem Weg zum Kreuz folgten. Ihr heroisches Zeugnis hilft Seminaristen, Priestern und Bischöfen, rein und großzügig zu bleiben und dem Herrn und dem heiligen Volk Gottes treu zu dienen", sagte Papst Franziskus.

In der Seligsprechungsmesse der Märtyrer im spanischen Oviedo am Samstag äußerte Kardinal Angelo Becciu, Präfekt der Vatikanischen Kongregation der Heiligen, eine ähnliche Einschätzung.

"Mit der Heiligkeit ihres Lebens sprechen diese neuen Seligen gerade zur Kirche von heute. Mit ihrem Blut haben sie die Kirche groß gemacht und dem Priestertum Glanz verliehen", sagte Becciu.

Angesichts der Kirchenkrise fuhr der Kardinal fort: "Wir alle sind besorgt über die Skandale, die kein Ende zu haben scheinen und das Gesicht der Braut Christi entstellen. Wir brauchen Seminaristen, Priester, geweihte Personen, großzügige Pastoren wie diese Märtyrer von Oviedo".

"Wir brauchen ehrliche und untadelige Priester, die Seelen zu Gott bringen und der Kirche kein Leid zufügen und das Volk Gottes verstören", sagte er.

Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.

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