Über 400 Delegierte zum Jubiläum von SECAM in Uganda

Kardinal Sarah feiert zum Abschluss die heilige Messe am Heiligtum der Märtyrer

Kardinal Robert Sarah, Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, am 10. Februar 2015 im Vatikan.
Foto: Bohumil Petrik / CNA Deutsch
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Über 400 Delegierte aus Afrika, Madagaskar, Europa, Amerika und Asien feiern in Kampala das 50. Jubiläum der Bischofskonferenzen Afrikas und Madacascars (SECAM).

Zu den Teilnehmern gehört auch Kardinal Robert Sarah, der selber am vergangenen Samstag seinen 50. Jahrestag zur Priesterweihe feierte: Der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung wird zum Abschluss am 29. Juli am Heiligtum der Märtyrer Ugandas die heilige Messe feiern.

Auf seiner Afrikareise 2015 feierte Papst Franziskus am Nationalheiligtum in Namugongo eine heilige Messe.

Offizielles Thema der Jubiläumsfeier ist: "Kirche, Familie Gottes in Afrika, feiere Dein Jubiläum. Mache Christus, Deinen Retter, bekannt, begegne und begrüße ihn". Zu den Teilnehmern gehören Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Priester und  Ordensleute aus mehreren Ländern.

Es gehe darum, Gott für sein Wirken zu danken, "für das Geschenk der Kirche in Afrika, das Geschenk der Taufe", und darüber nachzudenken, wie der Glaube weiter vertieft werden kann, so die Veranstlater laut Agenturberichten.

SECAM entstand aus der Bemühung der afrikanischen Bischöfe, die während des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) beschlossen hatten, eine den Kontinent übergreifende Struktur zu schaffen.

Hintergrund: Die ugandischen Märtyrer  

Das Fest der ugandischen Märtyrer ehrt 24 Katholiken, von denen 22 in den jahren zwischen 1885 und 1887 unter König Mwanga von Buganda (heute ein Teil von Uganda) starben sowie zwei weitere Katholiken, die 1918 in Nord-Uganda wegen ihres Glaubens getötet wurden.

23 anglikanische Ugander wurden ebenfalls für ihren christlichen Glauben im gleichen Zeitraum getötet.

In den späten 1800er Jahren betrieben europäische Mächte die Kolonisierung Afrikas. Christliche Missionare strömten mit in diese Gebiete, um die Menschen zu evangelisieren.

Unter den katholischen Missionaren waren die Weißen Väter (benannt nach der Farbe ihrer Gewänder), die heute als "Missionare Afrikas" bekannt sind und in Buganda erfolgreich die Frohe Botschaft verbreiteten.

Einige der katholischen Bekehrten in Buganda arbeiteten am Hof von König Mwanga ein, der zunehmend intoleranter gegenüber dem Christentum wurde, wahrscheinlich aus zwei Gründen: Er sah einmal darin eine Bedrohung für seine Macht, und zum anderen ärgerte sich darüber, dass die jungen Christen seine sexuellen Avancen ablehnten. 

Der erste katholische Märtyrer war Joseph Mukasa Balikuddembe, der am 15. November 1885 enthauptet und verbrannt wurde, weil er Mwanga gebeten hatte, das Leben von James Hannington zu retten. Hannington war ein anglikanischer Bischof, der wegen seiner Missionstätigkeit getötet werden sollte.

Viele der anderen Blutzeugen wurden im Mai des darauffolgenden Jahres getötet. Am 25. Mai wurde ihnen befohlen, einen tagelangen Todesmarsch nach Namugongo zu unternehmen, weil sie sich weigerten, ihres katholischen Glaubens abzuschwören. Mehrere wurden auf dem Weg durch Speerstöße getötet, weil sie sich weigerten, weiter zu gehen, oder weil sie vor Erschöpfung zusammenbrachen.

Einer der Märtyrer, Mathias Kalemba Mulumba, wurde auf besonders grausame Weise getötet. Nach zwei Tagen Marsch weigerte er sich, weiter zu gehen und bat um seine Hinrichtung. Zuerst wurden ihm die Hände abgeschnitten, dann Teile seines Leibes, und dann seine Beine. Seine Henker stemmten den Blutfluss, um einen raschen Tod zu verhindern. Der Blutzeuge starb erst drei Tage später an Dehydrierung.

Die restlichen Märtyrer, die es nach Namugongo schafften, wurden etwa eine Woche lang noch am Leben gehalten: Sie mussten die Instrumente ihrer Hinrichtung - Brennholz und Schilfrohr - selber sammeln.

Dann, am 3. Juni 1886, wurde Charles Lwanga als erster von ihnen gemartert. Er wurde von den Henkern angewiesen, sein eigenes Totenbett aus Brennholz vorzubereiten, und wurde dann in Schilf eingewickelt und verbrannt. Zwölf weitere katholische Märtyrer wurden dann ebenfalls lebendig verbrannt, zusammen mit dreizehn Anglikanern und mehreren anderen Gefangenen.

Drei Jahrzehnte später, im Norden Ugandas, wurden die Katecheten Daudi Okello und Jildo Irwa von einer Gruppe von Angreifern aus ihrer Hütte geschleppt und am 18. Oktober 1918 mit Speerstößen hingerichtet.

Das Zeugnis der Märtyrer bewegt und bestärkt Ugandas Christen bis heute: Die Volksverehrung ist groß, und Charles Lwanga und seine Gefährten wurden am 6. Juni 1920 selig gesprochen. Der seige Papst Paul VI. sprach die Märtyrer am 18. Oktober 1964 heilig. Die beiden Katecheten Okello und Irwa wurden vom heiligen Papst Johannes Paul II. am 20. Oktober 2002 selig gesprochen.

Zu den Wundern, die der Fürsprache der jungen Märtyrer zugeschrieben werden, gehören die Heilung der Beulenpest bei zwei Ordensschwestern sowie die Heilung einer körperlichen Missbildung an den Füßen und Beinen eines kleinen Jungen.

Mary Rezac trug zur Berichterstattung bei.

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