Überfall auf Klosterkirche Maria Immaculata in Wien - Mehrere Verletzte (UPDATE)

Kardinal Schönborn: "Ich bete für die baldige Genesung der Opfer und die Reue der Täter" - Bombendrohung gegen Stephansdom am gleichen Tag

Blaulicht eines Einsatzwagens der Polizei.
Foto: Gerd Altmann via Twitter
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Zwei Männer haben nach Angaben der österreichischen Polizei am heutigen Nachmittag des 27. Dezember 2018 die Klosterkirche Maria Immaculata im Bezirk Wien-Floridsdorf überfallen und ausgeraubt. Fünf Ordensmänner wurden verletzt, einer davon schwer. 

In einer ersten Stellungnahme verurteilte der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, das Verbrechen. 

"Ich bete für die baldige Genesung der Opfer und die Reue der Täter."

Unmittelbar nach Beendigung des Großeinsatzes der Polizei machte sich der Kardinal auf dem Weg, um die Ordensbrüder im "De La Salle"-Schulzentrum in Strebersdorf zu besuchen, berichtete "Kathpress". 

"Über eine lange Zeit geschlagen und getreten"

Nach Angaben der Landespolizeidirektion Wien betraten um 13:30 Uhr zwei Männer die Klosterkirche. Einer der beiden - laut Personenbeschreibung "etwa 180cm groß, dunkles Haar, deutschsprachig mit ausländischem Akzent" - bedrohte den anwesenden 68 Jahre alten Geistlichen mit einer Schusswaffe und forderte ihn auf, sich auf den Boden zu legen. 

"Danach wurde der Ordensbruder über eine lange Zeit hindurch geschlagen und getreten, unter anderem mithilfe diverser Werkzeuge, wodurch er schwere Kopfverletzungen erlitt", so die Polizeimitteilung. 

Einige Zeit später sei ein weiterer Schulbruder in die Kirche gekommen um nach dem Rechten zu sehen, so die Polizei weiter. Auch er wurde "attackiert und im Kopfbereich verletzt".

Drei weitere Ordensmänner seien ebenfalls verletzt worden, und ein Mitarbeiter in einem Büro gefesselt, aber nicht physisch misshandelt worden.

Die verletzten und "mit Schnüren, Kleidungsstücken und Kabelbinden" gefesselten Ordensmänner konnten sich erst Stunden später befreien und um 16:17 Uhr einen Notruf verständigen, so die Mitteilung der Landespolizeidirektion. 

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht, und ein dutzend weitere Geistliche wurden vor Ort von Einsatzkräften betreut, so die Polizei.

Die Fahndung nach den Tätern läuft.

Am Vormittag des gleichen Tages gab es in Wien eine Bombendrohung gegen den Stephansdom. Die Kathedrale musste für einige Stunden gesperrt werden, bis die Polizei Entwarnung geben konnte.

Letztes Update 8:41 Uhr am 28.12.2018.