Ukraine-Konflikt: Papst Franziskus ruft Verantwortliche zur "Gewissenserforschung" auf

Papst Franziskus grüßt Pilger aus der Ukraine am 19. August 2015 in der Audienzhalle Paul VI.
Foto: L'Osservatore Romano

Papst Franziskus hat angesichts des Ukrainekonflikts an die verantwortlichen Politiker appelliert, den Frieden zu wahren. In seiner Ansprache bei der Generalaudienz am Mittwochmorgen rief der Papst die Beteiligten zur "Gewissenserforschung" auf und erklärte den kommenden Aschermittwoch zu einem "Fastentag für den Frieden".

"Ich trage einen großen Schmerz im Herzen, ich bin sehr besorgt über die Verschlechterung der Situation in der Ukraine", so der Heilige Vater heute Vormittag. Trotz aller diplomatischen Bemühungen hätten sich nun "Szenarien" eröffnet, die "immer alarmierender" werden. Der Papst wörtlich:

"Wie ich empfinden viele Menschen auf der Welt Besorgnis darüber. Ich appelliere an die politisch Verantwortlichen und fordere sie zu einer ehrlichen Gewissenserforschung auf. Sie dürfen nicht vergessen, dass Gott der Gott des Friedens und nicht des Krieges ist. Wir brauchen Brüder und keine Feinde."

Franziskus rief "alle beteiligten Parteien" dazu auf, "von jeder Aktion Abstand zu nehmen, die der Bevölkerung nur noch mehr Schmerz bereiten wird". Dabei appellierte er an "alle Gläubigen und Nicht-Gläubigen".

Jesus selbst habe gelehrt, dass auf Krieg "mit den Waffen Gottes" zu antworten sei. Deshalb lädt der Pontifex dazu ein, den kommenden Aschermittwoch als einen "Fastentag für den Frieden" zu begehen. Die Gläubigen sollen sich an diesem Tag intensiv dem Gebet und dem Fasten widmen. "Die Königin des Friedens bewahre die Kirche vor dem Wahnsinn des Krieges", so der Papst.

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